Einmal ans Meer [7+]

nach „Frau Loosli“ von Andreas Schertenleib,
Deutsche Bearbeitung von Taki Papaconstantinou

Premiere 31/01/2015

JungesSchauSpielHaus Gaußstraße

Dauer: Eine Stunde, keine Pause

Für Menschen ab 6 Jahren Empfohlen für die Klassenstufen 1-7

Rahel ist neun und hat eine ganz besondere Freundin: Frau Loosli, fast achtzig, ohne Zunge. Darum kann sie auch nicht richtig sprechen – aber dafür wunderbar singen. Einmal pro Woche ist sie bei Baumgartners zum Mittagessen eingeladen. Die vier Jungen der Familie machen sich oft lustig über Frau Loosli und ihre komische Aussprache. Rahel, das einzige Mädchen, auch. Darum muss sie sich bei Frau Loosli, die alleine in einem kleinen Häuschen am Rande des Dorfes lebt, entschuldigen und lernt sie so besser kennen. Frau Loosli hat eine Sammlung mit Briefmarken aus 57 verschiedenen Ländern, aber ist noch nie aus ihrem Dorf rausgekommen. Und: Sie hat noch nie das Meer gesehen.

Darum kommt Rahel auf die Idee, sie in die Camping-Ferien nach Südfrankreich mitzunehmen. „Ich bing goch gnich i önigin fon Englang“, meint Frau Loosli, und sie könne gut in einem Zelt schlafen. Doch die Familie ist nicht einverstanden. Rahel hält aber an der Idee fest und überzeugt Frau Loosli von einem Abenteuer. Also packen das Mädchen und die alte Dame heimlich ihre Sachen und verreisen ganz alleine nach Saintes-Maries-de-la-Mer. Nur mit ein paar Brocken Französisch schlagen sie sich durch, schlafen am Strand, fahren Achterbahn, nehmen an einem großen Fest von Zigeunern teil und lernen dort – trotz Frau Looslis Vorurteilen – „fremde“ Menschen kennen…

Das Stück ist eine Parabel vom Aufbrechen, Ankommen und Anderssein und von der möglichen Nähe zwischen unterschiedlichen Menschen. Einfühlsam, mit trockenem Witz und vielen musikalischen Einlagen erzählt es von der Begegnung zwischen alten und jungen Menschen und der Angst vor dem „Fremden“.

Fotos © Sinje Hasheider

>> Für LehrerInnen
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Es spielen: Florence Adjidome, Thomas Esser

Regie: Taki Papaconstaninou Ausstattung: Katrin Plötzky Musik: Thomas Esser Dramaturgie: Mathias Wendelin
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