Geächtet

von Ayad Akhtar
FAQ-Room 4
/ Repertoire

Premiere 16/01/2016

SchauSpielHaus

Dauer: Eine Stunde, 30 Minuten, keine Pause

In einem New Yorker Upper-Class-Apartment treffen zwei Paare aufeinander: Amir, ein pakistanischer Amerikaner, der mit Emily, einer WASP (White Anglo-Saxon Protestant) verheiratet ist, die als Künstlerin die islamische Kultur für sich entdeckt hat, während er sich als Apostat islamkritisch versteht. Das zweite Paar bilden Isaac, ein jüdisch-amerikanischer Kunstkurator, und Jory, eine afroamerikanische Juristin. Jory arbeitet bei derselben jüdischen Anwaltsfirma wie Amir, beide sind Top-Leute im Bereich mergers & aquisitions und ihre jährlichen Saläre bewegen sich irgendwo im sechsstelligen Bereich, wo man bei einem Firmenwechsel schon mal 200 000 $ mehr verlangen kann. Sie alle sind angekommene, gutsituierte Wohlstandsbürger, deren ethnische und religiöse Wurzeln keine sozialen, existenziellen Nöte und Konflikte zur Folge haben.

Dieses soziale Setting ist der Clou von Akhtars Stück, der es ihm ermöglicht, existierende Konflikte um Migration, Religion, Terrorismus, den Patriot Act sowie alltäglichen Rassismus unterhaltend und diskursiv zu behandeln: Das Stück beginnt als Boulevardkomödie und endet als psychologisches Eifersuchts- und Identitätsdrama.

»Geächtet« wurde 2016 in der jährlichen Kritikerumfrage der Fachzeitschrift "Theater heute" zum "ausländischenn Stück des Jahres" gewählt.

Fotos © Thomas Aurin


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Es spielen: Ute Hannig, Jonas Hien, Carlo Ljubek, Isabelle Redfern, Samuel Weiss Regie: Klaus Schumacher Bühne: Jo Schramm Kostüme: Karin Simon Dramaturgie: Jörg Bochow Licht: Susanne Ressin

Pressestimmen

Hamburger Abendblatt

„Am Schauspielhaus, wo »Geächtet« am Wochenende Premiere hatte, stieß der gut anderthalbstündige Abend auf Begeisterung. Wohl kaum ein Zuschauer wird nach Hause gehen und nicht über das Thema weiterdiskutieren. […] Klaus Schumacher inszeniert das Stück sehr gradlinig im stylisch-kargen Ambiente (Bühne: Jo Schramm) eines New Yorker Lofts. So können die Schauspieler brillieren.“

NDR Kultur

„Akhtar spürt verdeckten Rassismus nach, und er tut dies, indem er wie Yasmina Reza geschickt die Mittel der Boulevardkomödie nutzt. Das ist klug und funktioniert hier, in der Inszenierung von Klaus Schumacher, wie geschmiert. Zumal Carlo Ljubek Amir die nötige Zerrissenheit, Härte und Verletzlichkeit schenkt.“

Hamburger Morgenpost

„Die 90-minütige Inszenierung im Schauspielhaus (Regie: Klaus Schumacher) ist eine treffende Auseinandersetzung mit brandaktuellen Themen, sie bietet hochklassige Bühnenunterhaltung mit unbehaglichem Tiefgang: kurzweilig und verstörend.“

Spiegel Online

„»Geächtet« ist eine Komödie über religiöse und ethnische Identität, über Vorurteile in einem vermeintlich weltoffenen Milieu – und damit das Stück der Stunde.“

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