Ich kann nicht mehr

von René Pollesch / Repertoire

Uraufführung 25/02/2017

SchauSpielHaus

Dauer: Eine Stunde, 15 Minuten, keine Pause

„Man kann angesichts der Erkenntnis, dass das, worum es wirklich geht, dass das, was wirklich unser Streben ist, unser Streiten, und das, was uns überhaupt bewegt, unsagbar ist, nicht verstummen, im Gegenteil. Stattdessen reden wir, und wir müssen das. Wir müssen reden und reden. Uns an diesen Strudel des Unsagbaren heranreden.

Die Leute lieben das, wenn man die Theatersituation transparent macht, wenn man das Theater selbst erzählen lässt. Was es zum Beispiel mit dem Theaterlicht auf sich hat. Ob es von links oder rechts einfällt. Oder ob jemand von links oder rechts auftritt, was es damit auf sich hat. Das ist der romantische Bezug der Zuschauer zum Theater. Aber es gibt ja auch noch einen anderen. Die Leute lieben das, wenn sie merken, dass Stücke gemacht werden, weil es keine Lösung gibt. Dass die eigentlich von Leuten gemacht werden, die in einer Lebenssituation sind, wo sie nichts wissen. Wo sie auch nicht weiter wissen. Hamlet ist eigentlich ein nicht aushaltbarer Zustand.“

(René Pollesch)

>> Für Lehrer*innen:
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Fotos: Thomas Aurin

Es spielen: Kathrin Angerer, Sachiko Hara, Bettina Stucky, Daniel Zillmann Und: Svea Bein, Julia Buchmann, Saskia Corleis, Alica Dietzel, Lillo Aline Dönselmann, Hannah Rebekka Ehlers, Laura Ehrich, Laura Eichten, Verena Gerjets, Lucie Anabel Gieseler, Veronika Hertlein, Nina Jacobs, Tabita Johannes, Raffaela Kraus, Helene Krüger, Luise Leschik, Klaudija Parizoska Regie: René Pollesch Bühne: Wilfried Minks Kostüme: Tabea Braun Ton: Hans-Peter ›Shorty‹ Gerriets, Roman Schneider Licht: Holger Stellwag Künstlerische Mitarbeit Bühne: Eylien König Künstlerische Leiterin des Chores: Christine Groß Dramaturgie: Sybille Meier

Pressestimmen

Hamburger Abendblatt

„Pollesch kann noch ganz schön gut, wenn nicht besser denn je. Es ist die reinste Freude, die stets wundervoll hysterische Volksbühnen-Diva Kathrin Angerer, die kluge Bettina Stucky, die liebenswert verpeilte Sachiko Hara und den stoischen Daniel Zillman (einen weiteren Volksbühnen-Gast) bei ihren sprachmächtigen Assoziationsketten zu beobachten. Toll sind sie anzusehen zwischen den putzigen Riesenküken, die Großmeister Wilfried Minks mit Eylien König für diese grandiose Überforderungsrevue kreiert hat.“

Nachtkritik

„Ein typischer, ein grandioser Höllenritt durch den Assoziationskosmos von Autor-Regisseur René Pollesch.“

Die Welt Hamburg

„Eine achterbahnähnliche Entdeckungsreise zwischen den An- und Einsichten der Protagonisten, die viel Jubel und Applaus erfährt."

NDR 90,3

„80 sehr unterhaltsame Minuten - "Theaterabende sind wie das Leben. Wenn man sich nicht fest darauf verlassen würde, dass sie mit Sicherheit irgendwann ein Ende haben werden, könnte man sie überhaupt nicht aushalten" - so heißt es am Anfang von "Ich kann nicht mehr". Dieser Theaterabend hat bereits nach knapp 80 Minuten ein Ende. Und man kann ihn ganz wunderbar aushalten.“

dpa

„Optischer Clou der mit Popmusik angereicherten Aufführung sind drei bunte, von Bühnenbild-Altmeister Wilfried Minks geschaffene Riesenhühner, die immer wieder erhaben schweigend an den palavernden Personen vorbeiziehen.“

Nachtkritik

„Zumindest hat [Pollesch] in Hamburg noch einmal gezeigt, wie viel Kraft in ihm steckt: ein kluger, dichter, temporeicher, witziger Abend mit grandiosen Schauspieler*innen und einem fulminanten Chor. Große Bühnenkunst, die Spaß macht, die weder authentisch sein will noch dramatisch. Pollesch at his best. Unbedingt anschauen!“

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