Nach Europa

von Marie NDiaye
Bühnenbearbeitung von Friederike Heller
/ Uraufführung

Premiere 17/11/2013

MalerSaal

Dauer: Eine Stunde, 30 Minuten, keine Pause

Eine senegalesische Frau wird von ihrer Familie nach Europa geschickt. Schlepper bringen sie an die Küste, doch das Boot ist nicht seetüchtig. Am Strand lernt sie einen jungen Mann kennen, der ihr zu einem falschen Pass verhilft. Gemeinsam treten sie eine Odyssee über den afrikanischen Kontinent an. Nach Europa.
Wer sind die Menschen, die davon träumen hier zu leben? Wer sind sie, die wir mit Drohnen, Nachtsichtgeräten, Unterwasserkameras, Internierungslagern, Tränengas, Gummigeschossen davon abhalten wollen, die lebensgefährliche Reise zu uns anzutreten? Wer sind sie, deren Gesichter meist nur im Zusammenhang mit Katastrophenmeldungen in unser Blickfeld treten? Ist es uns überhaupt möglich, ihre Perspektive einzunehmen?

Bettina Stucky wurde für Ihre Darstellung in »Nach Europa« mit dem Rolf Mares Preis 2014 ausgezeichnet.


Nach dem Roman »Trois femmes puissantes« von Marie NDiaye © Editions Gallimard
Deutsche Übersetzung von Claudia Kalscheuer unter dem Titel »Drei starke Frauen« © Suhrkamp Verlag
Aufführungsrechte: Merlin Verlag, Gifkendorf

Fotos © Matthias Horn

>> Für LehrerInnen
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Es spielen: Matthias Bundschuh, Bettina Stucky, Peter Thiessen Regie: Friederike Heller Bühne und Kostüm: Sabine Kohlstedt Musik: Peter Thiessen Licht: Andreas Juchheim Dramaturgie: Christian Tschirner

Pressestimmen

Hamburger Morgenpost

„Ein starker Stoff! Die beiden Darsteller Bettina Stucky und Matthias Bundschuh sind herausragend. Ein toll gespieltes Stück mit politischer Brisanz.“

Nachtkritik

„Mit Bettina Stucky und Matthias Bundschuh hat Heller ein Duo, mit dem sie NDiayes Text schillern lassen kann... Bemerkenswert: ‘Nach Europa’ schafft es, jegliche Tränenzieherei zu vermeiden.”

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