Schuld und Sühne

nach Fjodor M. Dostojewski
Deutsch von Swetlana Geier und Hermann Röhl
/ Repertoire

Premiere 30/05/2015

SchauSpielHaus

Dauer: Vier Stunden, eine Pause

„Die Kleinigkeiten, die Kleinigkeiten, die sind die Hauptsache! Die Kleinigkeiten verderben immer alles …“

Der begabte, aber mittellose Jurastudent Raskolnikow hat eine Theorie entwickelt, nach der es außergewöhnlichen Menschen erlaubt sein soll, im Dienste des allgemeinen Fortschritts Verbrechen zu begehen. Da er sich selbst für einen außergewöhnlichen Menschen hält, sieht er sich bei seinem Mord an der raffgierigen Pfandleiherin Aljona Iwanowna vollkommen im Recht. Tatsächlich gelingt ihm, mehr zufällig als planmäßig, das perfekte Verbrechen: Der Polizei liegen keine Beweise gegen ihn vor. Doch die Tat überfordert den Täter, und Raskolnikow beginnt zu zweifeln, ob er tatsächlich zu Außergewöhnlichem berufen ist.

Dostojewskis düsteres Meisterwerk gilt als einer der besten Kriminalromane aller Zeiten. Nachdem Karin Henkel in der letzten Spielzeit bereits den ersten Teil als vielstimmiges Gedankenkonzert im Kopf des Täters auf die Bühne des MalerSaals gebracht hat, wird nun der ganze Roman mit seiner komplexen Verknüpfung von Recht, Gerechtigkeit und persönlicher Schuld zu erleben sein.


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Fotos © Klaus Lefebvre

Es spielen: Lina Beckmann, Charly Hübner, Jan-Peter Kampwirth, Michael Prelle, Bastian Reiber, Angelika Richter, Götz Schubert Musiker: Kay Buchheim, Alain Croubalian, Friedrich Paravicini

Regie: Karin Henkel Bühne: Thilo Reuther Kostüme: Nina von Mechow Musik: Alain Croubalian Licht: Susanne Ressin Dramaturgie: Christian Tschirner

Pressestimmen

Hamburger Abendblatt

Raskolnikov – den Jan-Peter Kampwirth als ein abgerissenes, irrlichterndes Psycho-Kerlchen mit fettigen Strähnen und Flusebart wirklich stark spielt – wankt durch ein Delirium. (…) Die Auseinandersetzung mit sich selbst erscheint ihm dabei als Dialog mit den bösen Geistern, die er rief. (…) Das Ensemble (…) wird am Ende mit Bravos und reichlich Applaus belohnt.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Als Raskolnikows Gegenspieler Porfirij Petrowitsch ist Charly Hübner ein zupackender Ermittler wie aus dem Sonntagabendkrimi, ein Philosoph mit Pranken. Hübners Untersuchungsrichter ist das Energiezentrum der Aufführung, ihr abwartend-witternder Instinkt.

Die Welt

Henkels Drama nach dem Roman von Fjodor Dostojewski ist eine knackige Konfrontationstherapie für nervös-überspannte Großstadtbewohner. (…) Als mächtiger Gegenspieler Kampwirths ragt Charly Hübner in der Rolle des Ermittlungsrichters über das starke Ensemble hinaus. Er ist der Psycho-Schachweltmeister, der Raskolnikow so ernst nimmt wie jeden Stalin, Hitler, Mao oder Bin Laden, gegen den er ermittelt.

dpa

Bei der Premiere beklatschten die Zuschauer ein zeitloses, von Düsternis und Unruhe geprägtes Psychodrama ohne betonte Aktualisierungen.

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