Valentin

Musik: Michael Wertmüller
Text: Karl Valentin
Regie: Herbert Fritsch
/ Repertoire

Uraufführung 28/05/2017

SchauSpielHaus

Eine Stunde. Fünfundvierzig Minuten. Keine Pause.

1931 schloss ein Theater in München nach nur acht Wochen, da der Betreiber sich partout nicht an die Brandschutzverordnungen halten wollte und einen Sketch mit einem brennenden Zigarettenstummel spielte. Der Betreiber war Karl Valentin. Würde Herbert Fritsch ein Theater leiten, es würde vielleicht demselben Schicksal zum Opfer fallen: UNBEDINGTHEIT! Herbert Fritsch liebt die Bühne, er liebt den Bühnenraum, er liebt das Theater und er liebt Menschen, die all das ebenfalls lieben. Karl Valentin war ein ebensolcher. »Valentin« wird eine Annäherung an das Gesamtwerk Karl Valentins mit Fritsch’schen Mitteln werden.

Herbert Fritsch hat in den letzten Jahren – neben seiner ausgewiesenen Extrembegabung, Komödien zu inszenieren – den Versuch unternommen, für das Theater unübliche Texte und Materialien auf die Bühne zu bringen. Bei ihm wird die Bühne zu Text und Musik und Musik wird Text und Raum. Das Unartikulierbare und Unaussprechliche ist ein Thema, die Erlösung von der Sprache, die doch eigentlich Erlösung bringen sollte, ein anderes. »Valentin« wird ein Abend mit komischer Musik, der Karl Valentin gewidmet und gleichermaßen durch ihn inspiriert ist. Der Geist und der Humor Valentins stehen im Mittelpunkt der Oper, die nach dem Moment sucht, an dem Sprache endet und Musik beginnt.

Alfred Kerr schrieb über Valentin: „Woraus besteht er? Aus drei Dingen: aus Körperspaß, aus geistigem Spaß und aus glanzvoller Geistlosigkeit.“ Auch hier scheinen Parallelen zu entstehen. Vor allem die glanzvolle Geistlosigkeit und die unermüdliche Suche nach der Lust haben es Herbert Fritsch bei seinen Theaterarbeiten angetan. Dies soll auch bei »Valentin« im Vordergrund stehen. Der Schweizer Komponist Michael Wertmüller schuf dazu die Musik.

Fotos: Thomas Aurin

Es singen und spielen: Yorck Dippe, Jonas Hien, Josef Ostendorf, Bastian Reiber, Ruth Rosenfeld, Bettina Stucky, Michael Weber, Hubert Wild, Gala Othero Winter Steamboat Switzerland: Dominik Blum, Lucas Niggli, Marino Pliakas JazzHaus Ensemble: Jan Gospodinow, Oli Gutzeit, Adrian Hanack, Johannes Hirt, Sebastian Hoffmann, Vlatko Kucan, Chris Lüers, Stephan Meinberg, Felix Meyer, Menzel Mutzke, Anatolii Pinchuk Regie: Herbert Fritsch Musik: Michael Wertmüller Kostüme: Bettina Helmi Musikalische Leitung: Christophe Schweizer Musikalische Produktionsleitung: Alicia Geugelin Korrepetition: Alexander Bülow Licht: Annette ter Meulen Ton: Hans-Peter ›Shorty‹ Gerriets, Roman Schneider Dramaturgie: Peter Schütz

Pressestimmen

Deutschlandfunk

„Formvollendeter Kunstrausch - Dieser Abend feuert unzählige hoch musikalische, wahnwitzig choreografierte Kunststücke ab. […] Kein Zweifel, dass hier mit viel Verve, Lust und Könnerschaft gespielt und hoch präzise inszeniert worden ist.“

NDR Kultur

„Ein raffiniertes Ensemble, das, immer wieder in anderes Licht gesetzt, blutrot, grün oder bunt, an diesem Abend schon eine Show für sich ist. Herbert Fritsch, wie immer sein eigener Bühnenbildner, hat hier ein wirkliches Wunder geschaffen.“

Hamburger Abendblatt

„[…] Die Schauspieler geben wirklich alles. Sie singen, stottern, spielen wunderbar durchchoreografiert in der Gruppe und schwitzen unter ihren Haarprachten.“

Hamburger Morgenpost

„Ausschließlich Texte von „Valentin“, ein Dream-Team aus singenden Schauspielern auf der Bühne und Musiker, die einen aus dem Theaterstuhl hauen.“

Bayrischer Rundfunk

„Wenn einer Valentin so inszenieren kann, dass dabei am Ende mehr als ein müder Abklatsch auf der Bühne zu erleben ist, dann Herbert Fritsch.“

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