Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

Eine Lesung in zehn Folgen

23. Januar 2015

SchauSpielHaus

Joachim Meyerhoff liest aus seinem vor kurzem erschienenen neuen Roman seiner Kindheit, die er als jüngster Sohn des Direktors einer Kinder- und Jugendpsychiatrie zwischen Hunderten von körperlich und geistig Behinderten verlebte. Der junge Held in Joachim Meyerhoffs zweitem Roman kennt es nicht anders – und mag es sogar sehr. Sein Vater leitet eine Anstalt mit über 1.200 Patienten, verschwindet zu Hause aber in seinem Lesesessel. Seine Mutter organisiert den Alltag, hadert aber mit ihrer Rolle. Seine Brüder widmen sich hingebungsvoll ihren Hobbies, haben für ihn aber nur Häme übrig. Und er selbst tut sich schwer mit den Buchstaben und wird immer wieder von diesem großen Zorn gepackt. Joachim Meyerhoff erzählt liebevoll und komisch von einer außergewöhnlichen Familie an einem außergewöhnlichen Ort, und von einem Vater, der in der Theorie glänzt, in der Praxis aber stets versagt. Am Ende ist es der Tod, der den Glutkern dieses Romans bildet, der Verlust, der nicht wieder gutzumachen ist, die Sehnsucht, die bleibt – und die Erinnerung, die zum Glück unfassbar pralle, lebendige und komische Geschichten produziert.

Zum letzten Mal am 23/01/2015 um 20 Uhr im SchauSpielHaus!

Von und mit Joachim Meyerhoff
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