Werner Schlaffhorst - Ein Leben, zu wahr, um schön zu sein

Musikalische Gedenkveranstaltung
von Clemens Sienknecht und Barbara Bürk
/ Repertoire

27. November 2013

MalerSaal

Dauer: Eine Stunde, 40 Minuten, keine Pause

Die Nachricht vom Tod des unsterblichen Werner Schlaffhorst kam für viele überraschend, denn allein die Tatsache, dass er überhaupt lebte, war vielfach unbekannt. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass er sich hie und da im Getümmel seiner zahlreichen Talente verzettelte, von denen nicht wenige schon aufgrund ihrer Seltenheit eine Rarität waren. Werner Schlaffhorst erntete Widerspruch, wo er säte. Den Anarchisten missfiel sein Glaube an die Notwendigkeit eines Gesetzes, den Konservativen sein unbekümmertes Zerschlagen aller Werte und den Modernisten sein Festhalten an den Traditionen des Abendlandes. Die Kapitalisten stießen sich an seinem unbedingten Sozialismus und die Sozialisten an seinem Wunsch, möglichst schnell reich zu werden. Ewig aneckend durchmaß er gleich einem Kometen weite Räume. Er lebte, bastelte und erlosch. Sein Tod war nicht nur ein schwerer Verlust für die Welt, sondern auch ein tragischer Umstand in seiner Biografie, die nun einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Die Gedenkveranstaltung »Werner Schlaffhorst – Ein Leben zu wahr, um schön zu sein« möchte die Chance ergreifen, einen neuen, offenen Blick auf das Werk und Schaffen dieses Mannes zu wagen, auch wenn die Quellenlage zuweilen unsicher und phantastisch erscheint. Wer Schlaffhorst verfolgt, begibt sich auf eine Reise in die Untiefen der Zettelkästen und phonographischen Privatarchive eines viel zu früh verkannten Universalgenies.

Fotos © David Baltzer

Es spielen: Holger Bülow, Yorck Dippe, Jennifer Frank, Clemens Sienknecht, Michael Wittenborn Regie: Clemens Sienknecht Künstlerische Mitarbeit: Barbara Bürk Bühne: Duri Bischoff Kostüme: Sarah Schittek Dramaturgie: Roland Koberg

Pressestimmen

Kölnische Rundschau

„Ein präziser Paarlauf von heiligem Ernst und höherem Blödsinn. Man denkt mal an Loriot, mal an Karl Valentin, Buster Keaton oder Heinz Erhardt. Prasselnder Applaus.“

Kölner Stadtanzeiger

„Voller Ideen im Geiste Jacques Tatis und Karl Valentins.“

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