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Aktuelles:

Wie ich an einem einzigen Tag die Welt reparierte

 

Was in der Wirklichkeit niemals gelingen kann – auf der Bühne sollte es doch möglich sein, die Welt an einem einzigen Tag zu reparieren, oder? Tatsache ist: Diese Welt hat eine Reparatur dringend nötig. Sie scheint verrückt, entstellt, ungewohnt. Denn plötzlich schlug die Wirklichkeit zu und eine Sekunde, eine Minute oder eine Stunde im Leben hat verheerende Folgen. Generationen danach können die Einbrüche spüren, die die Welt zum Schwanken brachte.

Diese Welt will uns und fordert uns; will, dass wir unsere Beziehung zu ihr neu bestimmen, will, dass wir Schritt halten und mit ihr gehen. In der nächsten Spielzeit stellen wir uns den Augenblicken, in denen der Umbruch der Zeiten verlangt, sich in dieser Welt neu zu verorten und erzählen Geschichten von Figuren, die dabei zu ungeheuerlichen Helden und heldenhaften Ungeheuern werden.

In Sophokles antiker Stückvorlage nimmt Antigone den eigenen Tod in Kauf, um gegen die blinde Staatsraison Menschlichkeit wiederherzustellen. Ihr Versuch, die Welt zu reparieren, schließt paradoxerweise, den Untergang ihrer selbst ein und macht sie zu einer ungeheuerlichen Heldin.

In „Gips oder Wie ich an einem einzigen Tag die Welt reparierte“ rettet die 12-jährige Heldin Fitz die Welt gemeinsam mit ihren neu gewonnenen Freunden. Obwohl ihre Mutter für sie ein Ungeheuer ist, weil sie sich von ihrem Vater getrennt hat, gewinnen Fitz und ihre Freunde den Glauben an die Liebe und Freundschaft neu.

Ein großer Braunbär checkt im Tierhotel ein, um dort Winterschlaf zu halten. Er bittet den Portier – einen Hasen – ein Küken zu hüten, das er später verspeisen will. Kann der Hase das Küken, das zum beliebtesten Huhn der Hotelbar avanciert ist, retten? Die Autorin und Regisseurin Gertrud Pigor strickt schon an einer Lösung und nennt das Ganze: „Tiere im Hotel“.

Durch den Anschlag auf das World Trade Center verliert der 9-jährige Oskar Schell in „Extrem laut und unglaublich nah“ seinen Vater. Er wird zum modernen Helden par excellence: Trotz der totalen Sinnlosigkeit des Verlustes gelingt es ihm durch die Begegnung mit Menschen und ihren Geschichten, der Welt neuen Sinn zu geben und dabei Trost und Menschlichkeit zu finden.

Das Klassenzimmerstück „Deine Helden – meine Träume“ erzähltdavon, wie es sich anfühlt, in einer entscheidenden Situation als Mensch zu versagen und welche Chance darin läge, Zivilcourage zu zeigen.

 

Mut ist ein guter Ratgeber! Wir wünschen Ihnen und Euch eine Spielzeit voller Weltrettungen und Reparaturen!

 

Spielzeiteröffnung 2018-19

Wir eröffnen die neue Spielzeit am 13/10/2018 auf der Großen ProbeBühne mit "Antigone" von Sophokles.

Regie führt Anne Bader. Wir freuen uns schon sehr!

 

Sanierungsarbeiten im Deutschen SchauSpielHaus

 

 

Dem Deutschen SchauSpielHaus steht eine Phase umfangreicher Sanierungsarbeiten bevor: Die beiden Ränge des denkmalgeschützten Zuschauersaals müssen vollständig entkernt und statisch ertüchtigt werden.

Während der Sanierungsarbeiten stehen auch der MalerSaal, das RangFoyer sowie die Große ProbeBühne des Jungen SchauSpielHauses nicht für Vorstellungen zur Verfügung.
 
Aufgrund der Baumaßnahmen ist der Spielbetrieb in der Kirchenallee seit 1/5/2018 unterbrochen und die Spielzeitpause verlängert. Die kommende Spielzeit 2018-19 eröffnet im Großen Haus Ende Oktober 2018. Das Junge SchauSpielHaus startet sein Programm bereits am 13/10/2018.

Weitere Informationen findet ihr hier!

 

 

Hier finden Sie eine Übersicht der Premieren in der Spielzeit 2018-19


 

 

Das Spielzeitheft 2018-19 zum Herunterladen

 

 

Werden Sie Pate für eine Klasse!

 

Unterstützen Sie sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche und ermöglichen Sie ihnen den Erfahrungsraum Theater!

Ein grundlegendes Ziel des Jungen Schauspielhauses ist es, benachteiligten Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien und Stadtteilen die Beteiligung an Bildung und Kultur zu ermöglichen. Das Junge SchauSpielHaus hat in seiner Geschichte hierfür bereits vielfältige Initiativen gegründet, verfolgt und umgesetzt.

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Mit dem Projekt „Werden Sie Pate für eine Klasse!“ wird ein neuer Impuls in diese Richtung gesetzt. Ein Grundgedanke hierbei ist, dass Menschen aus der Großeltern-Generation Kindern und Jugendlichen einen oder mehrere Theaterbesuche ermöglichen – als eine besondere Form des Generationen-Vertrags. Das Junge SchauSpielHaus sucht hierfür Menschen aus der Großeltern-Generation, die Klassen aus sozial schwachen Stadtteilen zu ihrer „Patenklasse“ machen.

Sie als Pate erhalten ein Foto Ihrer Patenklasse, die bei ihrem Vorstellungsbesuch zusammen mit dem Ensemble des Jungen Schauspielhauses fotografiert wird. Und die Patenklasse erfährt, wer ihr Pate ist.Leider ist für manche Schulen – trotz unserer niedrigen Eintrittspreise (Gruppenpreise für Kinder/Jugendliche betragen 6,50 bzw. 7,50 Euro) – ein Theaterbesuch nicht erschwinglich. Umso wertvoller ist Ihre Patenschaft! Denn das Theater ist ein wichtiger Erfahrungsraum für Heranwachsende, der identitäts- und selbstwertstiftend wirkt.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Theaterpädagogin Nicole Dietz:
nicole.dietz@schauspielhaus.de
T 040.24 87 12 71