Die sexuellen Neurosen unserer Eltern 15+

von Lukas Bärfuss / Repertoire

Premiere 19/10/2019

Große ProbeBühne

Dauer: Eine Stunde. Fünfundvierzig Minuten. Keine Pause.

Termine

27/
11/Mi Große ProbeBühne / Einführung
28/
11/Do Große ProbeBühne / Publikumsgespräch
01/
12/So Große ProbeBühne / Publikumsgespräch

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„Ach, Kind, ich bin so glücklich. Diese Ärzte mit ihren Medikamenten. Jetzt machen wir Schluss damit. Keine Pillen mehr, nie wieder. Versprochen. Willkommen, Dora, willkommen in der Welt.“

Doras Mutter beschließt im Einverständnis mit dem behandelnden Arzt, dass die Medikamente ihrer geistig behinderten Tochter abgesetzt werden. Die Psychopharmaka hatten Dora die letzten Jahre als Person komplett lahmgelegt. Deshalb wünscht sich Doras Mutter ihre alte Tochter – so wie sie als Kind war – zurück: lebensfroh, aber auch unberechenbar. Was weder die Eltern noch der Arzt bedacht haben: Dora ist zur jungen Frau herangereift und erlebt jetzt ein starkes sexuelles Erwachen.

Lukas Bärfuss’ Drama bricht mit vielen Tabus und legt diese schonungslos offen. Trotz aller Ambivalenzen und Fragen, die es beim Publikum hinterlässt, ist es ein starkes Plädoyer für das Selbstbestimmungsrecht von Menschen mit Behinderung. Bärfuss gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen, deutschsprachigen Dramatiker. Seine mit vielen Preisen ausgezeichneten Stücke sind in rund ein Dutzend Sprachen übersetzt worden und werden weltweit gespielt. „Die sexuellen Neurosen unserer Eltern“ wird erstmalig an einem Theater für junges Publikum gespielt.

Wir freuen uns, dass Friederike Jaglitz und Michael Schumacher vom Hamburger Theaterensemble MEINE DAMEN UND HERREN als Gäste bei dieser Produktion mitwirken (www.meinedamenundherren.net).

EINFÜHRUNG:
Am 26/11 und 27/11 laden wir Sie eine viertel Stunde vor der Vorstellung zu einer kostenlosen Stückeinführung im Foyer des MalerSaals ein (keine Anmeldung erforderlich, begrenzte Platzkapazität).

PUBLIKUMSGESPRÄCH:
Im Anschluss an die Vorstellung am 28/11 und 1/12 findet ein Publikumsgespräch statt.

Fotos: Sinje Hasheider

Es spielen: Hermann Book, Friederike Jaglitz, Gabriel Kähler, Christine Ochsenhofer, Marie Scharf, Michael Schumacher, Genet Zegay

Regie: Alexander Riemenschneider Bühne: David Hohmann Kostüme: Lili Wanner Choreografische Begleitung: Regina Rossi Licht: Andreas Juchheim Ton: Caroline Woelke, Benjamin Owuso-Sekere Komposition: Matthias Schubert Dramaturgie: Stanislava Jević

Pressestimmen

NDR 90,3

„Was ist schon normal? In dieser Inszenierung wird alles auf den Kopf gestellt, alles hinterfragt. (…) Im Stück vorhanden sind viele unterhaltsame Szenen, die einen schnell vergessen lassen, was das überhaupt bedeutet – Einschränkung, Handicap. Eine kluge Inszenierung für eine junge Zielgruppe – doch das Thema ist zeitlos, unterhalten wurde schließlich jeder.“

Hamburger Morgenpost

„Drastisch geht’s zu in dieser Welt, in der Tabus einfach nicht mehr gelten. Sieht man von ein paar Längen ab, ist es diesem tollen Team tatsächlich gelungen, neue Sichtweisen auf gängige (Vor-)Urteile anzubieten, ohne jemanden aus- oder gar bloßzustellen. Besonders berührt das Ende: Die mutige Kämpferin Dora unterliegt bewährtem Pragmatismus. Absolut sehenswert.“

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