Die Präsidentinnen

von Werner Schwab / Repertoire

Premiere 03/11/2018

MalerSaal

Dauer: Eine Stunde. Fünfundvierzig Minuten. Keine Pause.

Termine

26/
12/Do MalerSaal / zum 25. Mal

In ihrer kleinstbürgerlichen Wohnküche kübeln Erna, Grete und Mariedl hemmungs- und schamlos ihren Welt-Frust über einander aus. Zwischen Abort-Phantasien, Papst-Sendungen und Dackelliebe erspinnen sie sich ihre Wirklichkeit, und die lustvollen, mit Ressentiments und Bigotterie gespickten Sprachattacken sind ihnen Horizont und billig buntes Jahrmarktfest zugleich. Den eigenen Dreck allerdings kehren sie lieber unter ihren Budenteppich – bis endlich Mariedl, die jüngste der drei Damen, ihre Kolleginnen mit der Wahrheit des Daseins konfrontiert. Doch so viel Realität hält keine aus ...
Abgründig, bitterböse und gnadenlos komisch seziert Werner Schwab in seinem längst zum modernen Klassiker avancierten Fäkaliendrama die Welt der kleinen Leute: „Das sind Leute, die glauben, alles zu wissen, über alle zu bestimmen. Eine Form von Größenwahn. Ich stamme aus einer Präsidentinnen-Familie.“ Der ungarische Regisseur Victor Bodo, der im Malersaal bereits »Ich, das Ungeziefer« und »Pension zur Wandernden Nase« als rasante Grotesken inszenierte, nimmt sich diesmal das irrwitzige Sprachkunstwerk Werner Schwabs vor.

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Fotos: Matthias Horn

Es spielen: Lina Beckmann, Ute Hannig, Bettina Stucky

Regie: Viktor Bodo Bühne: Ildi Tihanyi Kostüme: Fruzsina Nagy Musik: Klaus von Heydenaber Video: Marek Luckow Sounddesign: Gábor Keresztes Licht: Andreas Juchheim Dramaturgie: Sybille Meier, Anna Veress

Pressestimmen

Die Welt / Hamburg

„Viktor Bodo gelingt die Balance zwischen knalligem Volksstück, entfesseltem Klamauk und berührendem Seelendrama, die die drei ganz wunderbaren Schauspielerinnen in herrliche Schwingungen versetzt: Ute Hannig als Erna, Bettina Stucky als Grete und Lina Beckmann als Mariedl.“

Hamburger Abendblatt

„Ute Hannig als verkrampft-gottesfürchtige Erna mit falschen Zähnen, Bettina Stucky als bebend offenherzige, grelle Grete und Lina Beckmann als geschlechtsloses Mariedl sind eine spielwütige Idealbesetzung, für die dieses saftige Volksfäkalstück ein einziges Geschenk ist. (…) Diese »Präsidentinnen« geben Splatter-Theater vom Feinsten.“

nachtkritik

„Das Hamburger Darstellertrio aber will mehr als Theaterwitzmaterial kreieren und balanciert gekonnt an der Bruchlinie, wo satirische Überzeichnung den Figuren noch Würde belässt.“

Deutschlandfunk – Kultur heute

„Lina Beckmanns Mariedl, in Cordhose und Anorak (…), rührt einen zutiefst. Sie spielt sie mit ergreifender Schlichtheit als Geschundene, Naive, die nach Wärme und Anerkennung sucht und sich dafür ausnutzen, herumkommandieren und verspotten lässt. Auch von Erna und Grete – das arbeitet Viktor Bodo mit seinen drei großartigen Schauspielerinnen fein heraus.“

Deutschlandfunk - Fazit

„Viktor Bodo inszeniert »Die Präsidentinnen« als hyperrealistische, surreale Groteske und das funktioniert großartig.“

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