SchauSpielHausStream: Lulu

von Frank Wedekind
Regie: Peter Zadek
/ Stream der WDR-Aufzeichnung aus dem Jahr 1991

Am 17/4/2021 haben Sie die Gelegenheit, sich eine weitere Kostbarkeit aus unserem Archiv anzuschauen:

Wir präsentieren Ihnen die WDR-Aufzeichnung von Peter Zadeks legendärer »Lulu«-Inszenierung aus dem Jahr 1988 mit Susanne Lothar in der Titelrolle, Matthias Fuchs, Heinz Schubert, Ulrich Tukur, Ulrich Wildgruber und vielen weiteren großartigen Schauspieler*innen.

Lulu ist ein junges Mädchen, das von männlichen „Beschützern“ abhängig ist und die sie sexuell bei Laune hält. Frank Wedekind versieht die Figur mit einer Energie, schillernd zwischen Unterworfener und Unterwerfender, die zur Entstehungszeit des Stücks skandalös war und auch 1988 für Diskussionen sorgte. „Eine Monstretragödie" nannte Wedekind seine 1894 abgeschlossene fünfaktige Urfassung im Untertitel. Zwei Jahrzehnte lang wird er, genötigt durch Zensur wie durch Gerichtsprozesse, den Stoff umarbeiten und entschärfen. Erst in Peter Zadeks Inszenierung, 1988 am Hamburger Schauspielhaus, wurde Wedekinds Urfassung in ihrer tabulosen Drastik und harten Sprache uraufgeführt. Die Inszenierung wurde ein Triumph – für das Stück, den Regisseur und sein Ensemble.

Auch heute, in Zeiten von #MeToo, lohnt sich eine erneute Betrachtung dieser Figur und ihrer Interpretation durch Susanne Lothar und Peter Zadek, und sei es als doppelt historisches Zeitdokument. Freuen Sie sich auf ein Wiedersehen mit unvergessenen Schauspieler*innen und auf einen umwerfend energiegeladenen, unerschrockenen und dabei höchst unterhaltsamen Theaterabend!


Foto: Roswitha Hecke

Es spielen: Babett Arens, Uwe Bohm, Hans-Jörg Frey, Matthias Fuchs, Jutta Hoffmann, Grischa Huber, Albert Kitzl, Knut Koch, Andreas Krämer, Susanne Lothar, Paulus Manker, Hans-Joachim Millies, Christian Redl, Heinz Schubert, Susa Schumann, Carine Signat, Roswitha Soukup, Adolph Spalinger, Ulrich Wildgruber, Ulrich Tukur, Peter Zadek

Regie: Peter Zadek Mitarbeit: Rosee Riggs, Corinna Brocher, Hartmut Gehrke-Tschudi, Laszlo Kornitzer Bühne und Kostüme: Johannes Grützke Musik: Peer Raben Musikalische Einrichtung: Peer Raben Licht: André Diot
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