Das nackte gute Leben

von suite42
Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes

Termine

07/
02/Fr MalerSaal / Hamburger Premiere

Fast 80 Jahre lang hat der Atomkrieg die kollektive Fantasie befeuert. The Big Blast, Menschen verwandelt in Skelette, Fettflecke, Asche ... Parallel zog still und leise herauf, was heute Klimakatastrophe heißt – die Gegenwart weltweiter Zerstörung, mit ihren hilflosen Maßnahmen, drei Cent mehr für den Liter Benzin. Was tun? Der Panik nachgeben, Autos in die Luft jagen oder tanzen auf dem Vulkan? Und die Zukunft, wie wird sie aussehen? Wird Geschichte Geschichte sein, Sprache, Wissenschaft, Kunst in Relikten noch vorhanden, die Menschen unbelastet?

2019 renoviert eine junge Frau einen Bunker von 1962, immer donnerstags, eine vorübergehende Beruhigung vor der Verzweiflung. 2080 haben dort Menschen überlebt und eine neue Epoche hat begonnen, ein Leben ohne Götter. Eine internationale Annäherung an die Möglichkeit einer geteilten Zukunft von suite42 aus Berlin, der ZOUKAK Theatre Company aus Beirut und dem Deutschen SchauSpielHaus, gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes.

Voraufführungen in Hamburg: 2/11, 4/11, 15/11, 16/11 / MalerSaal
Premiere in Berlin: 11/12 im tak (Theater Aufbau Kreuzberg)

Fotos: Sinje Hasheider

Es spielen: Roland Bonjour, Eva Bühnen, Rosemary Hardy, Stefan Stern, Lucie Zelger

Regie: Lydia Ziemke Bühne und Kostüme: Claire Schirck Licht: Björn Salzer Sound Design: Owen Lasch Musikkomposition: Öz Kaveller Dramaturgie: Bastian Lomsché, Ralf Fiedler Produktionsleiterin: Laura Werres

Pressestimmen

Deutsche Bühne

"Die Voraufführung von »Das nackte gute Leben« im Malersaal des Deutschen Schauspielhauses, im Stück ein Bunker der Abteilung Alpha Omega 2224. Hier kommt eine scheinbar zufällig zusammengewürfelte Gruppe zusammen. Mit vier Figuren bildet Lydia Ziemke einen Querschnitt heutiger Haltungen zur Klimakrise ab: vom Yuppie, der davon ausgeht, dass das Leben auf der Erde ohnehin früher oder später ein Ende hat, und daher überhaupt nicht einsieht, sich zu beschneiden – bis zur jungen Extremistin, die einen Zug mit fabrikfrischen SUVs zum Entgleisen gebracht hat.(...) Das ist alles, was Lydia Ziemke braucht, um ihr Ensemble eine skurril-komische und teilweise sehr bedrückende Endzeitrevue entwickeln zu lassen. Dazu kommen drei Spieler und die Musiker von suite42 sowie zwei Schauspielerinnen vom Deutschen Schauspiel-haus. Beeindruckend homogen agiert das gemischte Ensemble auf der Bühne. Hier haben sich sichtlich alle auf die Arbeitsweise des jeweils anderen eingelassen."

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