Ein Schaf fürs Leben 5+

nach dem Bilderbuch »Ein Schaf fürs Leben« von Maritgen Matter
/ Repertoire

02. Oktober 2016

Große ProbeBühne

»Ist das sehr weit weg, Erfahrungen?«, fragte Schaf.
»Es ist näher, als Sie denken«, sagte Wolf, während
er seine Krallen betrachtete.
(Matter/Pigor, »Ein Schaf fürs Leben«)

An einem kalten Winterabend stapft Wolf mit knurrendem Magen durch den Schnee. "Hunger, Hunger, Hunger!" murmelnd, sucht er nach etwas Essbarem. Plötzlich entdeckt er einen warmen und gemütlichen Stall. Hier empfängt ihn das gastfreundliche Schaf, die ihm sogleich saftiges Heu und heißen Tee anbietet – das ist nun gar nicht nach Wolfs Geschmack!

Um ganz allein mit Schaf zu sein, schlägt er ihr eine kleine Schlittenfahrt nach »Erfahrungen« vor. Sein Plan ist, Schaf an einem ruhigen Ort zu verspeisen. Schaf ist ganz begeistert, auf abenteuerliche Reise zu gehen, und beide schwingen sich auf Wolfs Schlitten. Sie sausen durch die schneebedeckten Täler und träumen vom Schlaraffenland namens »Erfahrungen« – Wolf verspricht: »Da ist alles aus Gold, dort gibt es haushohe Türme und himmelsbreite Plätze, Limonadenbrunnen und Kleeparks.«

Auf der Reise kommen sich Schaf und Wolf auf unerwartete Weise näher. Wolfs Versuche, Schaf zu fressen, werden durch den Charme, die naive Freundlichkeit und den Erfindungsreichtum von Schaf vereitelt. »Was für ein Wolf, dachte Schaf. So einen Freund hab ich mir schon immer gewünscht. Und sie legte den Kopf an Wolfs Rücken.« Und auch Wolf stellt überrascht fest: »Was für ein famoses Schaf!« In einem Moment des ausgelassenen Spiels kommt Wolf in Lebensgefahr, Schaf rettet ihn und bringt ihn sicher nach Hause. Aber gibt es für das ungleiche Paar wirklich eine gemeinsame Zukunft?

Fotos: Oliver Fantitsch

Es spielen: Hermann Book, Jan Fritsch, Christine Ochsenhofer

Regie: Gertrud Pigor Ausstattung: Katrin Plötzky Musik: Jan Fritsch Dramaturgie: Stanislava Jević

Pressestimmen

Hamburger Abendblatt

»Charmantes Lehrstück fantasievoll-intelligenten Theaters.«

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