Medea

von Simon Stone nach Euripides
Eine Produktion des Burgtheaters Wien
Hamburger Theaterfestival
/ Gastspiel

12. Juni 2019

SchauSpielHaus

Dauer: Eine Stunde. Dreißig Minuten. Keine Pause.

»Medea« steht über diesem Abend, aber die tragische Protagonistin heißt Anna. Sie ist eine moderne Frau, jemand, den wir kennen könnten, gar jemand, der wir selber sein könnten. Annas Geschichte offenbart eine Person, die den Halt verliert, mit einer Seelentiefe, einer Verletztheit, einem kalten Zorn antiken Ausmaßes. Simon Stone überschreibt hier das Thema Medea kompromisslos heutig — und schafft einen Psychothriller der Moderne.

Der australische Regisseur und Stückeüberschreiber Simon Stone mischt die antikeTragödie mit einer realen Geschichte: In den 1990ern setzte die amerikanische Ärztin Debora Green nach ihrer Scheidung das Familienhaus in Brand und tötete dabei ihre drei Kinder. Aus Medea wird bei Stone die Pharmazeutin Anna, die gerade einen Aufenthalt in der Psychiatrie hinter sich hat. Nun will sie die Beziehung zu ihrem Mann Lucas wiederbeleben, der jedoch ein Auge auf die Tochter seines Chefs geworfen hat. Kurz davor, alles zu verlieren, sieht Anna nur noch einen einzigen Ausweg.

Fotos: Reinhard Werner, Georg Soulek

Es spielen: Mavie Hörbiger, Christoph Luser, Caroline Peters, Steven Scharf, Irina Sulaver, Falk Rockstroh Und: Sandro Eder, Moritz Krainz, Wenzel Witura, Noah Fida, Lucas MacGregor And: Quentin Retzl

Regie: Simon Stone Bühne: Bob Cousins Kostüme: Fauve Ryckebusch, An D’Huys Musik: Stefan Gregory Licht: Friedrich Rom Dramaturgie: Klaus Missbach
Kooperationspartner

Pressestimmen

Die Presse

"Caroline Peters wirkt wahrhaft überwältigend als Anna. Wie Peters die intelligente Psychopathin mit der zerstörten Frau mischt, dieses Mienenspiel, diese Beweglichkeit, diesen Farbenreichtum macht ihr keiner nach."

Tiroler Tageszeitung

"Ein Triumph an der Burg: Simon Stones Inszenierung der »Medea« am Burgtheater wird zum ganz großen Ereignis."

Kleine Zeitung

"Mit größter Behutsamkeit und ohne sie zu pathologisieren, liefert Caroline Peters die schillernde Charakterstudie einer Frau, für die sich Intelligenz und Empfindsamkeit als fataler Makel erweisen."

Süddeutsche Zeitung

"Stone geht es ausschließlich um das Drama der erfolgreichen Frau, die von ihrem fachlich weniger qualifizierten Mann aus erotischem Überdruss und karrieristischen Motiven abserviert wird: #MedeaToo."

Tiroler Tageszeitung

"Stone gelingt es auch diesmal, in akribischer Konzentration auf Aussage und Schwingungen die richtige Temperatur zu finden, mit scheinbar fernen Stoffen die Gegenwart einzufangen und damit ein gegenwärtiges Publikum zu berühren."

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