Ilse Ritter

»Weit sehe ich, weit in die Welten all«

Götterlieder der Àdda / Ein Theatermonolog
MalerSaal
Schauspielhaus Saal / Trautner

Ilse Ritter übersetzte neun ausgewählte Götterlieder neu und entdeckte in den Texten der nordeuropäischen Seher eine mythisch-poetische Sicht der Welt. Träume und Sprache sind ur-gestaltende, schöpferische Kräfte. Die Energie des Lichtes, die Kräfte der Natur und schließlich die Sprache führen den Menschen an die Quelle der Schöpfung.

Die Seherin spricht: „Weit, sehe ich, weit in die Welten all. Der Lebensbaum, die Brücke zur ewigen Liebe, stehet in Flammen und heiß sind die Himmelswasser. Die Sonne wird schwarz, das Land sinkt ins Meer, die Menschen müssen die Erde räumen.“

„Ilse Ritter weiß diese apokalyptische Poesie mit weisem Liebreiz zu zelebrieren. Das Schwere zerschmilzt ihr auf der Zunge und wird berückender Klang. Darin zeigt sich die Meisterschaft dieser Schauspielerin, die es völlig unangestrengt, gleichwohl entschlossen versteht, den Worten auf den Grund zu gehen, nicht auf den Leim.“ (Süddeutsche Zeitung)