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FAQ-Room 34: Ernaux & Camus

Literaturnobelpreis für Annie Ernaux (2022) und Albert Camus (1957)

Lesung, Screening und Gespräch
MalerSaal
Annie Ernaux / Heike Steinweg
Schauspielhaus Saal / Trautner

Der diesjährige Nobelpreis für Literatur geht an Annie Ernaux – darüber freuen wir uns besonders und wollen dieses Ereignis entsprechend feiern, am 10/12, dem Tag der offiziellen Verleihung. Die französische Autorin Ernaux hat mir ihrem Schreiben der Literatur neue Räume eröffnet und der Unausweichlichkeit der Erfahrungen des eigenen Lebens mit bestürzender Aufrichtigkeit Rechnung getragen, persönliche Geschichte mit Erzählkunst untrennbar verschmolzen. Spätere namhafte Autoren wie Didier Eribon und Édouard Louis stehen ganz offenbar in der Tradition ihrer Art des Schreibens. Am SchauSpielHaus ist die deutsche Erstaufführung von Annie Ernaux’ »Das Ereignis« zu sehen.

Schauspieler*innen des Ensembles werden an diesem Abend ausgewählten Texten der Autorin eine Stimme verleihen. Außerdem wird Albert Camus’ Dankesrede von 1957 gelesen oder „re-enacted“. Der Autor nahm den Preis in einer vom Krieg geprägten Welt entgegen, Ankündigungen zufolge will sich Annie Ernaux in ihrer Rede auf Camus beziehen. Die Preisträgerin wird ihre Rede voraussichtlich im Rahmen des Festbanketts am Abend halten. Falls im zeitlichen Rahmen möglich, werden wir sie live übertragen, übersetzen und kommentieren. Darüber hinaus zeigen wir Annie Ernaux’ »Super 8 – Tagebücher«, Teile eines Dokumentarfilms von David Ernaux-Briot.

Das Ereignis

von Annie Ernaux / aus dem Französischen von Sonja Finck
Regie: Annalisa Engheben
Das Ereignis / Sinje Hasheider
06/01/2023 / 21.00 Uhr
RangFoyer