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Protec/Attac

von Julia Mounsey & Peter Mills Weiss
Regie: Peter Mills Weiss & Julia Mounsey
Uraufführung
Premiere am / 19/03/2022
MalerSaal
1 Stunde
0 Minuten
Protec / Attac /  Thomas Aurin
Protec / Attac /  Thomas Aurin
Protec / Attac /  Thomas Aurin
Protec / Attac /  Thomas Aurin
Protec / Attac /  Thomas Aurin
Protec / Attac /  Thomas Aurin
Protec / Attac /  Thomas Aurin

Ein Tisch, zwei Stühle, zwei Mikrophone: Julia Wieninger und Lars Rudolph sitzen sich gegenüber und stellen sich eindringliche Fragen. Was zunächst wie ein Verhör erscheint, entpuppt sich schnell als ein knallhartes Frage-Antwort-Spiel, das auch das Publikum nicht verschont. Immer wieder kreisen Julia und Lars um die gleiche Frage: Was passiert als Nächstes? Sie dringen tiefer und tiefer in das Bewusstsein und entlarven eine Geschichte zwischen Fakt und Fiktion. Sie zeigen uns eine neue Strategie der Selbstentwertung – die sich mit dem befasst, was wir in uns selbst bewahren müssen, um zu überleben – und was wir zerstören müssen, um zu bekommen, was wir wollen.

Julia Mounsey und Peter Mills Weiss schreiben und inszenieren faszinierende Performances, Porträts von Menschen, die äußerst präzise, sehr intim ihre Innenwelten schildern. Im Zentrum der Erzählungen offenbart sich immer Gewalt, die verstört, gerade weil sie so alltäglich, gegenwärtig und doch zutiefst pathologisch erscheint.
Das Künstler*innenduo lebt in New York, war Mitglied des »Soho Rep. Writer/Director Lab« und kollaboriert hier mit Kunstschaffenden und Institutionen wie dem Public Theatre, dem Little Theatre, La MaMa, der Wooster Groop, Richard Foreman und anderen.

2019 wurden sie mit ihrem Stück »[50/50] old school animation« zum »Radikal jung Festival« am Münchner Volkstheater eingeladen und mit einem Jurypreis ausgezeichnet. »Protec/Attac« ist ihre erste Arbeit in Deutschland.

Pressestimmen

Hamburger Abendblatt

„Julia Mounsey (die als Autorin von Julia Wieninger später auch direkt zitiert wird) und Peter Mills Weiss, die hier zum ersten Mal gemeinsam in Deutschland arbeiten, treiben die Vereinzelung und Vereinsamung auf die Spitze, indem sie die Machtverhältnisse umkehren. Die Frau ist ihrem Schicksal gar nicht ausgeliefert, das Elend und die Ödnis sind bewusst gesucht. Ein Streik gegen das Leben, freiwillige Monotonie gegen die Monotonie da draußen.“

Hamburger Morgenpost

„Alle Zuschauer:innen versuchen mit ihren rechten und linken Zeigefingern gleichzeitig den Bewegungen zweier Kreise auf separaten Bildschirmen zu folgen. Das klappt ganz gut, aber eben nicht perfekt. Was sagt uns das? Vielleicht, dass sich der Kern einer Sache kaum je ganz fassen lässt. Und der Kern eines Menschen: unmöglich!“

NDR Kultur

„Auf merkwürdige Art ist dieser Abend eine absolute Diät der Sinne: ohne Puder und Perücke, ohne Figuren oder Drama. [Die Entscheidung], ihn in seiner Kargheit zu mögen, liegt vor allem an diesen beiden hochintensiv spielenden Schauspielern. Also: "Ja!"“