Auf der Straße heißen wir anders
Anlässlich des 111. Jahrestages des Völkermords an den Armeniern
In Karlas Familie wissen alle, wie es sich anfühlt, nicht dazuzugehören. Karla erlebt es als Kind in Bremen-Nord. Ihr Vater Avi in einer Klosterschule in Jerusalem. Die Großmutter Maryam als Gastarbeiterin in Deutschland. Die Urgroßmutter Armine auf den Straßen von Istanbul. In ihrem gefeierten Roman »Auf der Straße heißen wir anders« (Klett-Cotta) geht die in Bremen geborene ZEIT-Journalistin und Schriftstellerin Laura Cwiertnia den Spuren einer armenischen Familie über vier Generationen nach. Einfühlsam und mit feinem Humor fächert sie ihre Erfahrungen auf, die so tiefgreifend sind, dass sie bis heute nachhallen. Die armenischstämmige Schauspielerin Alina Manoukian hat den Roman „Auf der Straße heißen wir anders“ als szenische Lesung adaptiert.
Im Anschluss wird es ein Gespräch mit Laura Cwiertnia und der Autorin und Journalistin Nora Gantenbrink (Der Spiegel) geben.