Christopher Rüping

1985 in Hannover geboren. Während seines Regiestudiums an der Theaterakademie Hamburg und der Zürcher Hochschule der Künste entstanden eigene Arbeiten, unter anderem am St. Pauli Theater und auf Kampnagel. Nach dem Studium arbeitete er als freier Regisseur, darunter am Thalia Theater Hamburg, Deutschen Theater Berlin, Schauspiel haus Bochum und Staatstheater Stuttgart.

Seit 2011 entstanden diverse Arbeiten für das Schauspiel Frankfurt, darunter »Der große Gatsby« von F. Scott Fitzgerald. Im Thalia Theater inszenierte Rüping 2013 das Projekt »Bye Bye Hamburg«. Es folgten unter anderem »Tschick« (2012) von Wolfgang Herrndorf, »Noch wach?« (2023) von Benjamin von Stuckrad-Barre sowie »Ajax und der Schwan der Scham« (2025). Mit seiner Inszenierung von »Das Fest« nach dem Film von Thomas Vinterberg und Mogens Rukov (Schauspiel Stuttgart 2014) wurde er 2015 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Die Kritiker*innen des Magazins Theater heute wählten ihn 2014 und 2015 zum Nachwuchsregisseur des Jahres. Von 2016 bis 2019 war Christopher Rüping Hausregisseur an den Münchner Kammerspielen unter der Intendanz von Matthias Lilienthal. In dieser Zeit entstanden Inszenierungen wie »Trommeln in der Nacht« von Bertolt Brecht und das zehnstündige Antikenspektakel »Dionysos Stadt«. Für Letzteres wurde Christopher Rüping der Wiener Nestroy-Preis verliehen und von der Zeitschrift Theater heute wurde er zum Regisseur des Jahres gewählt. Sowohl für »Trommeln in der Nacht« als auch für »Dionysos Stadt« erhielt Christopher Rüping eine Einladung zum Berliner Theatertreffen.

Zwischen 2019 und 2024 gehörte Christopher Rüping als Hausregisseur zum Leitungsteam des Schauspielhauses Zürich. Dort erarbeitete er mit »Einfach das Ende der Welt« von Jean-Luc Lagarce den Auftakt seiner Familientrilogie. Mit »Brüste und Eier« von Mieko Kawakami setzte er die Trilogie am Thalia Theater in Hamburg fort und schloss diese mit »Trauer ist das Ding mit Federn« von Max Porter am Schauspielhaus Bochum ab.

Im Mai 2025 erhielt Christopher Rüping den Berliner Theaterpreis. Das Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro spendete er anteilig an die von den Kürzungsplänen des Berliner Senats betroffenen Kulturinitiativen. Sein Operndebut gab Christopher Rüping 2023 an der Bayerischen Staatsoper, wo er Claudio Monteverdis »Il ritorno d’Ulisse in patria« mit dem autobiografischen Roman »Das Jahr des magischen Denkens« von Joan Didion ver schränkte. Im März 2026 feierte sein Musiktheaterprojekt »Die große Stille« Premiere an der Hamburgischen Staatsoper. 

In der Spielzeit 2026-27 inszeniert Christopher Rüping »Amadé« am Deutschen SchauSpielHaus.