DachSalon: Weltenmachen.
Ein Gespräch über Künste, Wissenschaften und das »alphabet«
Wie kann angesichts der menschengemachten Katastrophen und Krisen der Gegenwart menschliches Welterleben sinnhaft und sinnlich erfasst werden? Dieser Frage hat sich das 1981 veröffentlichte Jahrhundertgedicht »alphabet« der Lyrikerin Inger Christensen gewidmet und diese Frage greift nun – 45 Jahre später – die gleichnamige Inszenierung am Deutschen SchauSpielHaus auf. Zwischen sprachlicher und mathematischer, natürlicher und kultureller Ordnung wird polyhistorisch und multimedial um die Deutung dessen gerungen, was „es (noch) gibt“. Wie kann Theater mögliche Welten erschaffen, die nicht ein „Entweder-Oder“ zwischen Künsten und Wissenschaften vorstellen, sondern ein „und“?