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Der Fall McNeal

Von Ayad Akhtar / Deutsch von Daniel Kehlmann / Regie: Jan Bosse

Hamburger Theaterfestival / Burgtheater Wien
SchauSpielHaus
2 Stunden
5 Minuten
Keine Pause
Szenenfoto: Safira Robens und Joachim Meyerhoff sitzen auf einem Podium in schwarzen kantigen Ledersesseln. Zwischen ihnen steht ein Tisch mit Büchern, Gläsern und einer Wasserkaraffe. Meyerhoff gestikuliert, Robens schaut ihn an. Im Hintergrund sind Videoprojektionen von Männern in Anzügen zu sehen.
Szenenfoto: Joachim Meyerhoff liegt in einem grauem Anzug auf einem glatten spiegelnden Boden. Neben ihm kniet Zeynep Buyraç mit schwarzer Bob-Frisur und einer neongrünen weiten Bluse. Ihre Hand liegt auf der Brust von Meyerhoff, dieser hält die Schulter von Buyraç fest. Der Hintergrund ist schwarz, an der Rückwand sind neongrüne trichterförmige Abbildungen zu sehen.
Szenenfoto: Joachim Meyerhoff kniet mit einem Glas in der Hand und lehnt sich an einen Stuhl, auf dem Felix Kammerer sitzt. Kammerer schaut auf ein Heft in seiner Hand und lächelt. Meyerhoff berührt seinen Arm und schaut ihn an, sein Mund ist geöffnet.

Ein Künstler, erfolgreich, nicht mehr jung, der sich seiner rasant verändernden Gegenwart und seinem eigenen Verfall stellen muss: eine Rolle, wie gemacht für Joachim Meyerhoff. In diesem höchst aktuellen Stück – uraufgeführt 2024 in New York – können wir uns mit Meyerhoff wieder auf einen der höchstgeschätzten Schauspieler des Festival-Publikums freuen. Das Team auf der Bühne und dahinter: alle Positionen wunderbar besetzt!

Jacob McNeal, ein ebenso erfolgreicher wie narzisstischer Schriftsteller, sieht sich mehr denn je mit dem Einfluss von KI auf sein Schreiben, mit seinem eigenen körperlichen Verfall, aber auch mit seiner familiären Vergangenheit konfrontiert. Sein neuestes Buch basiert fast vollständig auf einem Manuskript seiner verstorbenen Ehefrau und auch die privaten Erfahrungen seines Sohnes hat er ohne dessen Einverständnis verarbeitet. Dieser droht nun, McNeals Karriere öffentlich zu zerstören.

Ayad Akhtars Stück, ins Deutsche übertragen von Daniel Kehlmann, ist ein komplexes Porträt eines privilegierten, exzentrischen Künstlers über 50. Akhtar hinterfragt darin den Schriftstellerberuf an sich sowie die Machtstrukturen zwischen den Geschlechtern und mutmaßt, wie KI uns verändern wird.

Hinweis

Sensorische Reize

Aufgrund einer LED-Wand im Bühnenbild kann es zu Blendung/hohen Leuchtdichten im Zuschauerraum kommen.

Eine Veranstaltung des:

  • Hamburger Theaterfestival

Pressestimmen

Wien LIVE

Joachim Meyerhoff – inzwischen ja selbst Bestsellerautor – spielt diesen hemmungslosen, selbstverliebten Dichter wunderbar stringent. Es ist sein Abend.

Die Welt

Akhtar gelingt es meisterhaft, mit Schein und Sein zu spielen und so mit jeder Szene das Rätsel weiter zu entfalten.

Das Standard

Das notwendige Gegengewicht zur Figur dieses Narzissten bildet Meyerhoff selbst, in dessen Schauspielkörper und -stimme so viele abwägende, gebrochene oder parodierende Figuren gespeichert sind, sodass jede hier durchschlagende Härte per se mit einer Unsicherheit einhergeht.

Das Hamburger Theaterfestival im SchauSpielHaus

Richard III.

Hamburger Theaterfestival / Düsseldorfer Schauspielhaus
Szenenfoto: Eine Person mit schwarzer Jacke und hautfarbener Netzstrumpfmaske über dem Kopf hält die Hand einer weiteren Person und schaut sie an. Die zweite Person hat ein weiß geschminktes Gesicht und eine hochgesteckte Lockenfrisur mit sehr hoher Stirn. Sie trägt einen Rüschenkragen und eine golden schimmernde Jacke mit Verzierungen. Sie hat den Mund weit geöffnet und schaut zur Seite.
27/05/2026 / 19.00 Uhr
SchauSpielHaus

Romeo und Julia

Hamburger Theaterfestival / Residenztheater München
Bitte ergänzen!
10/06/2026 / 19.30 Uhr
SchauSpielHaus