Zur vorherigen Seite

Drosseln

von Stef Smith / Deutsch von Valerie Melichar
Regie: Jamie Trautmann
Premiere am 07/06/2026
RangFoyer
Linn Reusse steht rechts im Bild. Ihre blonden Haare sind offen, sie trägt eine große blassgrüne Strickjacke mit großen Knöpfen und darunter einen rock in der gleichen Farbe. Hinter ihr ist ein weißer Stuhl hinter einem Mikrofonständer zu sehen, der Boden ist schwarz-weiß im Zick-Zack-Muster. Der Hintergrund ist komplett schwarz.
Heinrich Horwitz ist mittig im Bild zu sehen. Die Person trägt viele verschiedene Stoffschichten. Ihre Haare sind blond und kurz. Sie blickt nach unten.
Christiane von Poelnitz liegt auf ihren linken Arm gestützt auf dem Boden. Sie trägt ein Strickkleid in blassgrün. Ihre Fingernägel sind rot lackiert, die Finger sind aufgestellt. Ihre Stirn liegt in Falten und der Mund ist leicht offen. Der Boden ist rot mit blauen Sternen.
Die Szene zeigt einen Raum, der schwach beleuchtet und mit bunten Stoffen behangen ist. Eine Person, Heinrich Horwitz, steht ganz rechts im Bild hinter einem Vorhang, sie hat kurze Haare und trägt ein Kleid mit Blumenmustern. Mittig sitzt Christiane von Poelnitz auf dem Boden, ihre langen Haare fallen über die Schulter. Auf ihrem Schoß liegt Linn Reusse, sie blickt nach oben zu einer nackten Glühbirne.
Linn Reusse steht zwischen grün-gelblichen Vorhängen. Sie trägt eine beige Strickjacke und einen Seidenrock. Ihre offenen Haare fallen über ihre Schultern. Man sieht sie im Profil.
Christiane von Poelnitz hockt vor einem Projektor und schaut in das Licht, das aus ihm scheint. Sie trägt ein langärmliches, beiges Strickkleid, ihre offenen Haare fallen ihr über Schulter und Arme. Der Boden ist rot und hat Reihen aus blauen Sternen darauf. Der Hintergrund ist dunkel.
Heinrich Horwitz liegt rücklings auf dem Boden und blickt hinter sich. Die Person trägt eine durchsichtige Bluse und eine grüne Hose. Die Haare sind blond und kurz. They liegt auf türkisfarbenen Schaumstoffplatten. Der Boden besteht aus Fliesen, welche türkis und dunkel Rot sind. Im Hintergrund ist ein roter Hocker zu sehen, auf dem unterschiedlichen Textilien liegen.
Die Szene zeigt einen Raum, der schwach beleuchtet und mit bunten einzelnen Stoffvorhängen behangen ist. Linn Reusse und Heinrich Horwitz sind durch Vorhänge getrennt, stehen einander zugewandt und haben die Arme in die Luft gestreckt.
Christiane von Poelnitz sitzt auf einem weiß bezogenen Bett. Der Hintergrund ist dunkel. Sie trägt ein beiges Stickkleid. Vor ihr ist ein offener schwarzer Koffer. In den Händen hält sie eine blau weiße Bastelarbeit aus Keramik, die mit Draht verbunden ist.
Die Szene zeigt drei Personen verschwommen und angeleuchtet. Vorn stehen Linn Reusse und Heinrich Horwitz nah beieinander, Heinrich Horwitz Arm um Linn Reusse. Beide sehen auf den Boden. Um sie herum sind verschiedene, durchsichtige Vorhänge. Die Farbstimmung auf dem Bild ist rosa und blau. Schemenhaft ist Christiane von Poelnitz hinten rechts zu erkennen.
Christiane von Poelnitz liegt in Embryonalstellung zusammengekauert auf dem Boden. Sie trägt ein langes, beiges Strickkleid und beige Strümpfe. Ihre langen Haare liegen auf dem gelben Boden. Ihre Augen sind geschlossen, der Mund gleich geöffnet und die Mundwinkel etwas nach unten gezogen.
Die Szene zeigt einen Raum, der mit bunten Stoffvorhängen behangen ist. Davor sitzt Christiane von Poelnitz auf dem Boden, ihre langen Haare fallen über die Schulter. Auf ihrem Schoß liegt Linn Reusse, sie blickt nach oben zu einer nackten Glühbirne.
Links im Bild sitzt Christiane von Poelnitz auf dem Boden. Sie trägt ein langes, beiges Strickkleid, hat die Arme um die angezogenen Beine geschlungen und weint. Ihre Augenlider sind geschlossen. Hinter ihr hängt ein weißer Vorhang, daneben ein roter Vorhang.
Heinrich Horwitz ist mittig im Bild zu sehen. Die Person trägt ein durchsichtiges Oberteil über einem weißen Tanktop. Die Haare sind blond und kurz. Heinrich Horwitz hält ein Stoffoberteil in den Händen und schaut nach links.
Linn Reusse sitzt auf dem Boden. Neben steht ihr ein Glas Wein, eine Flasche Wein und ein Notizbuch. Sie trägt ein grünes Oberteil und einen beigen Seidenrock. Sie guckt auf den Boden. Rechts im Bild steht ein weißer Stuhl und links hängen rötliche Stoffe. Der Boden ist schwarz-weiß gestreift.
Heinrich Horwitz steht rechts im Bild, Linn Reusse ist verschwommen ganz nah zu sehen. Heinrich Howitz hat blonde, kurze Haare, blickt Linn Reusse an und hält viele Schaumstoffteile und Textilien in den Armen.

„Ich weiß, du hast Angst. Habe ich auch. Aber es wird nicht allzu nass. Ehrlich.“ 

Drei Personen, drei Räume, drei Lebensläufe. Rebecca, Anna und Sam wollen ihre Situation verändern, sich aus dem Strudel der Einsamkeit, Angst und Verzweiflung befreien. Sie sprechen mit sich über sich selbst, über Gedanken, Sorgen und Schwierigkeiten. Gleichzeitig scheint es so, als würden sie dabei einander antworten, auf die jeweils andere Person eingehen, miteinander in die Diskussion kommen. Obwohl alle erstmal für sich bleiben. Auf kunstvolle Weise verwebt die schottische Autorin Stef Smith die drei inneren Monologe zu einem Gespräch miteinander. Die drei begegnen sich zufällig, zunächst vorsichtig, skeptisch und distanziert. Später mit Ehrlichkeit, Zuneigung und Empathie. Das komplexe Spiel zwischenmenschlicher Beziehungen zwischen Verlangen und Verletzung, Schutzbedürfnis und Zerstörung verhandelt Smith mit sprachlicher Wucht und Schonungslosigkeit.

Stef Smith studierte Drama und Theatre Arts an der Queen Margaret University in Edinburgh. Seitdem ist sie als Autorin tätig. Für ihr Stück »Roadkill« erhielt sie den Olivier Award. »Drosseln« war eine Auftragsarbeit des schottischen Traverse Theatre.

Jamie Trautmann debütiert mit »Drosseln« am Deutschen SchauSpielHaus Hamburg.

Hinweis

content note

Diese Inszenierung thematisiert Alkoholismus, Essstörung, Queer- und Transfeindlichkeit, Selbstverletzung und Gewalt.