Zur vorherigen Seite

Kunstformen der Natur

Kantine im SchauSpielHaus
Historische naturwissenschaftliche Illustration von mehreren Quallen auf einer Buchseite. Die detailreich gezeichneten Tiere besitzen glockenförmige Schirme in Blau-, Gelb- und Rosatönen sowie zahlreiche lange, fadenartige Tentakel, die sich über große Teile der Seite erstrecken. Eine aufgeschnittene Darstellung im unteren Bereich zeigt den inneren Aufbau einer Qualle. Ober- und unterhalb der Abbildung befinden sich gedruckte Beschriftungen aus einem wissenschaftlichen Werk.
Historische naturwissenschaftliche Illustration von mehreren Quallen auf einer Buchseite. Die detailreich gezeichneten Tiere besitzen glockenförmige Schirme in Blau-, Gelb- und Rosatönen sowie zahlreiche lange, fadenartige Tentakel, die sich über große Teile der Seite erstrecken. Eine aufgeschnittene Darstellung im unteren Bereich zeigt den inneren Aufbau einer Qualle. Ober- und unterhalb der Abbildung befinden sich gedruckte Beschriftungen aus einem wissenschaftlichen Werk.
Tafel 11 aus Ernst Haeckels „Kunstformen der Natur" mit dem Titel „Discoidea – Scheiben-Strahlinge". Die Seite zeigt zwölf detaillierte, farbige wissenschaftliche Illustrationen verschiedener Heliodiscus-Arten (scheibenförmige Strahlentierchen). Die Darstellungen variieren in Form und Symmetrie: kreuzförmige, sternförmige, fünfeckige und rundliche Strukturen, alle mit feinen Strahlen oder Stacheln versehen. Die Farbgebung kombiniert Rot- und Goldtöne auf weißem Hintergrund.
Tafel 11 aus Ernst Haeckels „Kunstformen der Natur" mit dem Titel „Discoidea – Scheiben-Strahlinge". Die Seite zeigt zwölf detaillierte, farbige wissenschaftliche Illustrationen verschiedener Heliodiscus-Arten (scheibenförmige Strahlentierchen). Die Darstellungen variieren in Form und Symmetrie: kreuzförmige, sternförmige, fünfeckige und rundliche Strukturen, alle mit feinen Strahlen oder Stacheln versehen. Die Farbgebung kombiniert Rot- und Goldtöne auf weißem Hintergrund.
Tafel 17 aus Ernst Haeckels „Kunstformen der Natur" mit dem Titel „Siphonophorae – Staatsquallen". Die Seite zeigt zwölf detaillierte, farbige wissenschaftliche Illustrationen verschiedener Staatsquallen-Arten (Porpema). Zu sehen sind kelch- und vasenförmige Gebilde mit fein verzweigten Tentakeln, scheibenförmige Strukturen mit radialer Symmetrie sowie blütenartige Kolonieformen mit zarten blauen Fäden. Die Farbpalette reicht von zartem Blau und Rosa über Gold- und Rottöne bis hin zu Cremeweiß.
Tafel 17 aus Ernst Haeckels „Kunstformen der Natur" mit dem Titel „Siphonophorae – Staatsquallen". Die Seite zeigt zwölf detaillierte, farbige wissenschaftliche Illustrationen verschiedener Staatsquallen-Arten (Porpema). Zu sehen sind kelch- und vasenförmige Gebilde mit fein verzweigten Tentakeln, scheibenförmige Strukturen mit radialer Symmetrie sowie blütenartige Kolonieformen mit zarten blauen Fäden. Die Farbpalette reicht von zartem Blau und Rosa über Gold- und Rottöne bis hin zu Cremeweiß.
Tafel 31 aus Ernst Haeckels „Kunstformen der Natur": „Cyrtoidea – Flaschenstrahlinge". Schwarzweiße wissenschaftliche Illustrationen verschiedener Calocyclas-Arten vor schwarzem Hintergrund. Zu sehen sind filigrane, gitterartige Skelettstrukturen mikroskopischer Meeresorganismen in kugel-, flaschen-, glocken- und kegelförmigen Formen mit feinen Poren und langen Stacheln.
Tafel 31 aus Ernst Haeckels „Kunstformen der Natur": „Cyrtoidea – Flaschenstrahlinge". Schwarzweiße wissenschaftliche Illustrationen verschiedener Calocyclas-Arten vor schwarzem Hintergrund. Zu sehen sind filigrane, gitterartige Skelettstrukturen mikroskopischer Meeresorganismen in kugel-, flaschen-, glocken- und kegelförmigen Formen mit feinen Poren und langen Stacheln.
Tafel 40 aus Ernst Haeckels „Kunstformen der Natur": „Asteridea – Seesterne". Farbige wissenschaftliche Illustrationen verschiedener Asterias-Arten in Rot- und Goldtönen auf weißem Hintergrund. Zu sehen sind Seesterne in Auf- und Untersicht, anatomische Detailzeichnungen einzelner Körperteile sowie eine große, tentakelreiche Zentralform. Die Abbildungen sind mit den Nummern 1 bis 12 beschriftet.
Tafel 40 aus Ernst Haeckels „Kunstformen der Natur": „Asteridea – Seesterne". Farbige wissenschaftliche Illustrationen verschiedener Asterias-Arten in Rot- und Goldtönen auf weißem Hintergrund. Zu sehen sind Seesterne in Auf- und Untersicht, anatomische Detailzeichnungen einzelner Körperteile sowie eine große, tentakelreiche Zentralform. Die Abbildungen sind mit den Nummern 1 bis 12 beschriftet.
Tafel 38 aus Ernst Haeckels „Kunstformen der Natur": „Peromedusae – Taschenquallen". Farbige wissenschaftliche Illustrationen verschiedener Periphylla-Arten in Rosa-, Braun- und Goldtönen. Die zentrale Abbildung zeigt eine großformatige Qualle von oben mit ausgebreiteten, geschwungenen Tentakeln und radialsymmetrischem Schirm. Weitere Darstellungen zeigen Quallen in Seiten- und Aufsicht sowie anatomische Detailschnitte. Die Abbildungen sind mit den Nummern 1 bis 7 beschriftet.
Tafel 38 aus Ernst Haeckels „Kunstformen der Natur": „Peromedusae – Taschenquallen". Farbige wissenschaftliche Illustrationen verschiedener Periphylla-Arten in Rosa-, Braun- und Goldtönen. Die zentrale Abbildung zeigt eine großformatige Qualle von oben mit ausgebreiteten, geschwungenen Tentakeln und radialsymmetrischem Schirm. Weitere Darstellungen zeigen Quallen in Seiten- und Aufsicht sowie anatomische Detailschnitte. Die Abbildungen sind mit den Nummern 1 bis 7 beschriftet.
Tafel 34 aus Ernst Haeckels „Kunstformen der Natur": „Melethallia – Gesellige Algetten". 15 farbige Illustrationen verschiedener Pediastrum-Arten in Grün- und Rottönen. Die radialsymmetrischen Algenkolonien bestehen aus wabenartigen Einzelzellen mit gezackten Außenrändern und variieren von kleinen bis großen vielzelligen Formen.
Tafel 34 aus Ernst Haeckels „Kunstformen der Natur": „Melethallia – Gesellige Algetten". 15 farbige Illustrationen verschiedener Pediastrum-Arten in Grün- und Rottönen. Die radialsymmetrischen Algenkolonien bestehen aus wabenartigen Einzelzellen mit gezackten Außenrändern und variieren von kleinen bis großen vielzelligen Formen.
Tafel 37 aus Ernst Haeckels „Kunstformen der Natur": „Siphonophorae – Staatsquallen". Fünf detaillierte Federzeichnungen verschiedener Discolabe-Arten in Brauntönen. Die zentrale Abbildung zeigt eine großformatige Staatsqualle mit turmartigem Körper und weit ausgreifenden, verschlungenen Tentakeln. Die kleineren Randabbildungen zeigen Kolonieformen und anatomische Details.
Tafel 37 aus Ernst Haeckels „Kunstformen der Natur": „Siphonophorae – Staatsquallen". Fünf detaillierte Federzeichnungen verschiedener Discolabe-Arten in Brauntönen. Die zentrale Abbildung zeigt eine großformatige Staatsqualle mit turmartigem Körper und weit ausgreifenden, verschlungenen Tentakeln. Die kleineren Randabbildungen zeigen Kolonieformen und anatomische Details.

Plankton ist ein Sammelbegriff für alle Organismen, die im Wasser schweben – ganz ohne oder mit nur sehr geringer Eigenbewegung. Die Schwimmrichtung hängt also mehr oder weniger von der Wasserströmung ab. 

Planktonorganismen stehen am Beginn des Lebens auf dem Planeten. Einige Arten gehören zu den ältesten überhaupt. Plankton ist nicht nur die (inzwischen gefährdete) Grundlage der ozeanischen Nahrungsketten, auch die Hälfte des verfügbaren Sauerstoffs auf der Erde wird durch Plankton produziert. Die Vielfalt planktonische Lebensformen ist überwältigend. Einige der Arten vermehren sich asexuell, andere sexuell; einige beherrschen mehrere Fortpflanzungsarten gleichzeitig. Offenbar gibt es Arten, die sich aus geschlechtsreifen Individuen in unreife, juvenile Stadien zurückentwickeln können und so ihren gesamten Lebenszyklus immer wieder durchlaufen (Turritopsis dohrnii).

Es gibt eine Vielzahl komplexer symbiotischer Verbindungen zwischen Tier und Tier, aber auch zwischen Tier und Pflanze. Lebensformen, die von Meerströmungen umhergetrieben werden und denen es durch winzige Steuerbewegungen dennoch gelingt, tausende Kilometer weit entfernte Ziele punktgenau anzusteuern, fordern unsere Vorstellung von Autonomie und Selbstbestimmung heraus. Das Sichtreibenlassen, das Sichausliefern, das schwebende Umherirren unter Nutzung der natürlichen Gegebenheiten erscheint hier als effiziente Fortbewegung. Kurz: Plankton stellt unser Vorstellungsvermögen von Stoffwechsel, Fortpflanzung, Vielfalt und Diversität, vielleicht vom Leben insgesamt vor große Herausforderungen. Dramaturg Christian Tschirner stellt sich der Herausforderung in gereimter und ungereimter Form.