Eine Inszenierung von Lena Brasch
Lena Brasch gehört zu den markantesten Stimmen einer jüngeren Theatergeneration. Geboren 1993 in Berlin, fand sie ihren Weg über die Praxis ins Theater. Schon früh arbeitete sie an großen Berliner Bühnen, zunächst als Assistentin, später als eigenständige Künstlerin. Nach einer Zwischenphase als Literaturagentin kehrte sie entschlossen zur Bühne zurück. Ihren Durchbruch feierte sie 2022 mit ihrer Debütinszenierung »It’s Britney, Bitch!« am Berliner Ensemble, einem Abend zwischen Popkultur und politischer Reflexion, der große Aufmerksamkeit erhielt. Seither hat sie mit Arbeiten in Berlin und darüber hinaus eine eigene Handschrift entwickelt. Ihre Inszenierungen sind direkt, musikalisch geprägt und nah an der Gegenwart. Sie verhandeln Fragen von Macht, Abhängigkeit und Identität jenseits konventioneller Formen.
Geprägt ist ihre Arbeit auch von ihrer Biografie. Als Teil einer Künstler*innenfamilie setzt sie sich mit Herkunft, jüdischer Identität und deutscher Geschichte auseinander. Persönliche und gesellschaftliche Themen greifen ineinander. 2019 wurde sie von der ZEIT als eine der wichtigsten jungen ostdeutschen Stimmen ausgezeichnet.
Lena Brasch steht für ein Theater, das neue Zuschauer*innen erreicht, ohne an Tiefe zu verlieren. Mit Leichtigkeit und Intensität entstehen Abende, die zugänglich sind und zugleich lange nachwirken.