Zukunft der Demokratie #14
Lukas Bärfuss im Gespräch mit:
Im Frühling dieses Jahres haben die Menschen in Ungarn ihre Regierung in die Wüste geschickt. Sechzehn Jahre Viktor Orbán, beendet mit einer Wahlbeteiligung von fast achtzig Prozent. Das Land befreite sich nicht zum ersten Mal aus einer aussichtslosen Lage. 1956 stellten sich die Menschen in Budapest den sowjetischen Panzern entgegen. 1989 schnitten ungarische Grenzbeamte das erste Loch in den Eisernen Vorhang. Jetzt geht der Kampf zwischen Rechtsstaat und Willkür, zwischen Demokratie und Diktatur in die nächste Runde. Der ungarische Essayist und Übersetzer László F. Földényi ist Träger des Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Er gehört zu den wichtigsten Intellektuellen Ungarns. In seinem vielfältigen Werk untersucht er die Geschichte des Kontinents. Sein verstorbener Freund Pétér Nádas, meint Földényi, würde vor Schadenfreude lachen, dass nun er in Hamburg auf der Bühne Platz nimmt und seine Arbeit macht. Ein Abend zu Europa, Ungarn und zur Gegenwart der Geschichte.