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Die Präsidentinnen

von Werner Schwab
Regie: Viktor Bodo
Premiere
Premiere am / 03/11/2018
SchauSpielHaus
1 Stunde
45 Minuten
Die Präsidentinnen / Thomas Aurin
Die Präsidentinnen / Thomas Aurin
Die Präsidentinnen / Thomas Aurin
Die Präsidentinnen / Thomas Aurin
Die Präsidentinnen / Thomas Aurin
Die Präsidentinnen / Thomas Aurin
Die Präsidentinnen / Thomas Aurin
Die Präsidentinnen / Thomas Aurin
Die Präsidentinnen / Thomas Aurin
Die Präsidentinnen / Thomas Aurin
Die Präsidentinnen / Thomas Aurin
Die Präsidentinnen / Thomas Aurin
Die Präsidentinnen / Thomas Aurin

In ihrer kleinstbürgerlichen Wohnküche kübeln Erna, Grete und Mariedl hemmungs- und schamlos ihren Welt-Frust über einander aus. Zwischen Abort-Phantasien, Papst-Sendungen und Dackelliebe erspinnen sie sich ihre Wirklichkeit, und die lustvollen, mit Ressentiments und Bigotterie gespickten Sprachattacken sind ihnen Horizont und billig buntes Jahrmarktfest zugleich. Den eigenen Dreck allerdings kehren sie lieber unter ihren Budenteppich – bis endlich Mariedl, die jüngste der drei Damen, ihre Kolleginnen mit der Wahrheit des Daseins konfrontiert. Doch so viel Realität hält keine aus ...
Abgründig, bitterböse und gnadenlos komisch seziert Werner Schwab in seinem längst zum modernen Klassiker avancierten Fäkaliendrama die Welt der kleinen Leute: „Das sind Leute, die glauben, alles zu wissen, über alle zu bestimmen. Eine Form von Größenwahn. Ich stamme aus einer Präsidentinnen-Familie.“ Der ungarische Regisseur brachte zuletzt Kafkas »Das Schloss« und »33 Variationen auf Haydns Schädel. Eine heutige Revue« von Péter Esterházy auf die Bühnen des SchauSpielHauses und wird in dieser Spielzeit Karl Ove Knausgårds Roman »Der Morgenstern« adaptieren.

Die Premiere fand am 3/11/2018 im MalerSaal des Deutschen SchauSpielHaus statt. Zum Dezember 2022 wechselt die Inszenierung in das Große Haus.

Pressestimmen

Die Welt / Hamburg

„Viktor Bodo gelingt die Balance zwischen knalligem Volksstück, entfesseltem Klamauk und berührendem Seelendrama, die die drei ganz wunderbaren Schauspielerinnen in herrliche Schwingungen versetzt: Ute Hannig als Erna, Bettina Stucky als Grete und Lina Beckmann als Mariedl.“

Hamburger Abendblatt

„Ute Hannig als verkrampft-gottesfürchtige Erna mit falschen Zähnen, Bettina Stucky als bebend offenherzige, grelle Grete und Lina Beckmann als geschlechtsloses Mariedl sind eine spielwütige Idealbesetzung, für die dieses saftige Volksfäkalstück ein einziges Geschenk ist. (…) Diese »Präsidentinnen« geben Splatter-Theater vom Feinsten.“

nachtkritik.de

„Das Hamburger Darstellertrio aber will mehr als Theaterwitzmaterial kreieren und balanciert gekonnt an der Bruchlinie, wo satirische Überzeichnung den Figuren noch Würde belässt.“

Deutschlandfunk – Kultur heute

„Lina Beckmanns Mariedl, in Cordhose und Anorak (…), rührt einen zutiefst. Sie spielt sie mit ergreifender Schlichtheit als Geschundene, Naive, die nach Wärme und Anerkennung sucht und sich dafür ausnutzen, herumkommandieren und verspotten lässt. Auch von Erna und Grete – das arbeitet Viktor Bodo mit seinen drei großartigen Schauspielerinnen fein heraus.“

Deutschlandfunk - Fazit

„Viktor Bodo inszeniert »Die Präsidentinnen« als hyperrealistische, surreale Groteske und das funktioniert großartig.“