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Freud! Mein schwarzer Teufel

Eine szenische Lesung über Liebe und Macht, Abhängigkeit und Emanzipation

SchauSpielHaus
Devid Striesow steht vor einem grauen Hintergrund. Er trägt ein schwarzes T-Shirt, ein schwarzes Jackett und kurze blonde Haare.
Nahaufnahme des Gesichts einer Frau mit dunklem, leicht welligem Haar und braunen Augen vor dunklem Hintergrund. Sie blickt ernst und eindringlich direkt in die Kamera.

Zwei Menschen, die unser Denken bis heute prägen, und eine außergewöhnliche Beziehung zwischen Vater und Tochter: Am 27/1/2027 stehen Devid Striesow und Gioia Osthoff als Sigmund und Anna Freud auf der Bühne. In der BOW-Produktion »FREUD! Mein schwarzer Teufel« widmen sie sich dem jahrzehntelangen Briefwechsel zwischen den beiden – und damit einer Beziehung, in der Liebe und Macht, Abhängigkeit und Emanzipation eng miteinander verwoben sind.

Eine Tochter im Schatten eines großen Namens?

Anna Freud ist weit mehr als die Tochter Sigmund Freuds. Im Laufe ihres Lebens entwickelt sie sich zu einer eigenständigen Denkerin, Wissenschaftlerin und Pionierin der Kinderpsychoanalyse. In den Briefen an ihren Vater lässt sich dieser Weg unmittelbar verfolgen: vom Kind zur jungen Frau, von großer Nähe und Loyalität hin zur Suche nach einer eigenen Position und Identität.

Sigmund Freud erscheint dabei nicht nur als Begründer der Psychoanalyse, sondern als Vater: nahbar und fürsorglich, mitunter überfordert, begeistert und stets prägend für den Lebensweg seiner Tochter. Anna wiederum begegnet ihrem
eigenen Leben und den Erwartungen ihrer Umgebung mit bemerkenswerter Klarheit und trockenem Humor. Der Briefwechsel wird zum Arbeitsraum und Schutzraum, zugleich aber auch zum Spannungsfeld zwischen Fürsorge und Ablösung.

„An Dir sehe ich jetzt, wie alt ich bin, denn Du bist so alt wie die Psychoanalyse. Beide haben mir Sorgen gemacht, aber im Grunde erwarte ich doch mehr Freude von dir als von ihr.“

Mit diesen Worten beschreibt Sigmund Freud die enge Verbindung zwischen seiner Tochter und deren Arbeit an der Psychoanalyse.