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Glaube Liebe Hoffnung

von Ödön von Horváth / Mitarbeit Lukas Kristl
Regie: Mateja Koležnik
Premiere am 22/01/2027
SchauSpielHaus
Die Collage zeigt eine große und eine kleine Figur. Die Große hat einen Körper, der an einen weißen Roboter erinnert, auf dem Kopf thront ein Eulenkopf und Tentakeln um den Hals. Aus der Körpermitte ragen drei Hände. Die kleine Gestalt hat einen überdimensional großen Kopf aus Metall, darunter zeigt sich ein gelbes Gesicht und einen roten offenen Mund. Sie hält ein Schwert in der Hand.
Die Collage zeigt eine große und eine kleine Figur. Die Große hat einen Körper, der an einen weißen Roboter erinnert, auf dem Kopf thront ein Eulenkopf und Tentakeln um den Hals. Aus der Körpermitte ragen drei Hände. Die kleine Gestalt hat einen überdimensional großen Kopf aus Metall, darunter zeigt sich ein gelbes Gesicht und einen roten offenen Mund. Sie hält ein Schwert in der Hand.

Keine aktuellen Termine

„Ein kleiner Totentanz“ nennt Ödön von Horváth sein Stück und trifft damit nur unzureichend die Wucht dieser Tragödie. Im Zentrum steht Elisabeth, eine junge Frau am Rand der Gesellschaft, die verzweifelt versucht, einer Geldstrafe und dem sozialen Absturz zu entkommen. In ihrer Not ist sie bereit, ihren eigenen Körper zu verkaufen, noch zu Lebzeiten und für wissenschaftliche Zwecke. Doch jeder Versuch führt tiefer in ein Geflecht aus bürokratischer Kälte, sozialer Ausgrenzung und scheinbar harmlosen Regeln, die sich als unerbittlich erweisen. Auch die Hoffnung auf Liebe wird zur Falle.

Horváth zeigt keine großen Verbrechen, sondern wie Menschen an den kleinen Dingen zerbrechen: an Vorschriften, Erwartungen und Gleichgültigkeit. Mit scharfem Blick und bitterem Humor entlarvt er eine Gesellschaft, in der Glaube, Liebe und Hoffnung zu leeren Floskeln geworden sind.

Die Regisseurin Mateja Koležnik bringt Klassiker mit präziser, konzentrierter Handschrift auf die Bühne. Ihre Inszenierungen vertrauen auf die Kraft des Textes und die Genauigkeit der Figuren. In dichten, geschlossenen Räumen macht sie gesellschaftliche Mechanismen sichtbar, ohne sie zu kommentieren. Mit »Glaube Liebe Hoffnung« inszeniert sie zum ersten Mal am SchauSpielHaus Hamburg.