Die Jagdgesellschaft

von Thomas Bernhard

Premiere 23/04/2022

SchauSpielHaus

Termine

23/
04/Sa SchauSpielHaus / Premiere

Die Szene ist ein Bild der Welt: Ein gigantisches Waldgebiet, zerfressen von Käfern, die Symptome noch kaum sichtbar, mittendrin einsam ein stattliches Jagdhaus. Alles gehört dem fast blinden General, der schon General war vor Stalingrad und jetzt als einflussreicher Politiker auf dem Gipfel seiner Macht steht, ein Influencer alter Schule, jemand, der diese Welt regiert, aber nichts weiß von seinem grauen Star, dem Krebs im Körper und von den Käfern, die sein Reich zernagen, den Tieren im Verborgenen, den Metaphern für das Kranke. Seine Frau, die Generalin, und der Freund des Hauses, ein geliebter und gehasster Schriftsteller, spielen Karten. Sie warten auf die Ankunft des Hausherrn und seiner politischen Entourage, es scheint nicht der erste Tag zu sein, der so verläuft – aber es könnte gut der letzte werden. Eine große Weltkomödie wird zu Ende gespielt: Mit allen Mitteln werden die Krankheiten und das Unheilbare versteckt. Nicht Sehen und Verheimlichen sind die zwei Seiten einer Münze. Generalin und Schriftsteller lassen den Alten im Dunkeln, behandeln ihn in diesen Sachen wie ein Kind. Noch einmal bricht der General auf zur Jagd, mit scharfer Munition, und will es wissen.
Thomas Bernhard hat selbst »Die Jagdgesellschaft« wiederholt als eine der gelungensten seiner Dichtungen bezeichnet. Inszeniert wird das Stück von Herbert Fritsch, am Deutschen SchauSpielHaus seit »Schule der Frauen« gut bekannt. Mit Blick auf die abgründig komische, ja halsbrecherisch unkorrekte Seite des Autors, seine einzigartige Kraft, noch dem Finalzustand mit lautem Gelächter entgegenzutreten.

Motiv: Rocket&Wink



Regie und Bühne: Herbert Fritsch
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