Häuptling Abendwind

von Johann Nepomuk Nestroy / Repertoire

Premiere 15/02/2019

MalerSaal

Dauer: Zwei Stunden. Fünfzehn Minuten. Keine Pause.

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Echte Staatsgeschäfte werden beim Essen gemacht. Und so ist es auch kein Wunder, dass sich Häuptling Abendwind („der Sanfte“) für die Bewirtung seines Staatsgastes Häuptling Biberhahn („den Heftigen“) auf dringender Frischfleischsuche befindet. Ins Visier gerät hierbei ein schiffbrüchiger Friseur aus Europa.
Doch die Sache ist kompliziert: denn Abendwinds Tochter Atala schwärmt für den angeschwemmten Haarspezialisten und wehrt sich mit Händen und Füßen gegen das kulinarische Vorhaben ihres Vaters. Doch der Häuptling kennt kein Erbarmen. Mulmig wird Abendwind erst in dem Moment zumute, in welchem sein Staatsgast nach dem ersten Bissen des frischen Friseurbratens von seinem in Europa lebendem Sohn berichtet. Man ahnt, hier bahnt sich eine mittelschwere Häuptlingskrise an. Und die damit verbundene Frage, wer am längeren Knochen nagt. Auf Musik der gleichnamigen Operette Jacques Offenbachs basierend, erzählt Nestroy von den kannibalistischen Auswüchsen autokratischer Regierungsführung. Leichte Abweichungen hinsichtlich der von Nestroy vorgeschlagenen Speiseabfolge könnten sich ergeben. Einige Zutaten jedoch scheinen unumgänglich und werden von Abendwinds Chefkoch HO-GU entsprechend umstandslos beim Namen genannt: „A bisserl ein' Bananenschmarrn und südpolische Umurken“.

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Fotos: Matthias Horn

Es spielen: Marc Bodnar, Bendix Dethleffsen, Josefine Israel, Ueli Jäggi, Josef Ostendorf, Sasha Rau, Clemens Sienknecht, Samuel Weiss Statisterie: Frederik Börner, Allan Naylor, Max Pross

Regie: Christoph Marthaler Bühne: Duri Bischoff Kostüme: Sara Kittelmann Licht: Björn Salzer Musik: Bendix Dethleffsen, Clemens Sienknecht Ton: Katja Haase, Finn Corvin Gallowsky Dramaturgie: Malte Ubenauf

Pressestimmen

Hamburger Morgenpost

„Der Staatsempfang entwickelt sich zur totalen Farce und damit zu einem riesigen Spaß – mit Musik, schrägen Witzen und vielen lustigen Einfällen.“

Hamburger Abendblatt

„Vor allem den fabelhaft aufgelegten Kollegen Ostendorf, Weiss und Sienknecht gelingt es, gleichzeitig subtil und brüllend komisch zu sein, während sie nebenbei Mechanismen der Kommunikation entlarven.“

Süddeutsche Zeitung

„Marthalers Sticheleien gegen politische Eitelkeit und moralisch Humorlose [sind] in aller Klarheit sehr komisch und entkrampfend.“

FAZ

"Schadenfroh bringt Christoph Marthaler in seiner hinreißend absurden Inszenierung im kleinen Malersaal Nestroys subversiven Humor zum Glänzen und das Publikum zum Staunen.“

Szene Hamburg

„Mit einem erstklassigen Ensemble formt Marthaler ein Kabinett höchst kurioser Gestalten […]. Dieser urkomische Kommentar auf gegenwärtige politische Verhältnisse und die westliche Debattenkultur ist ein Genuss.“

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