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Der lange Schlaf

von Finegan Kruckemeyer / Deutsch von Thomas Kruckemeyer
Regie: Philipp Stölzl
Deutschsprachige Erstaufführung am / 20/01/2023
SchauSpielHaus
2 Stunden
40 Minuten
Der lange Schlaf / Knut Koops
Der lange Schlaf / Knut Koops
Der lange Schlaf / Knut Koops
Der lange Schlaf / Knut Koops
Der lange Schlaf / Knut Koops

Wir schreiben das Jahr 2030: Umweltkatastrophen, Lebensmittelknappheit, Unruhen, Geisterstädte; kurz: Der Klimakollaps kommt näher. Wozu ist die Menschheit bereit, um sich selbst noch zu retten? Regierungen rund um die Welt entscheiden sich kollektiv für eine vielversprechende Maßnahme: Die Menschheit soll für ein ganzes Jahr in ein künstliches Koma, eine Art Winterschlaf versetzt werden. Die Nachrichten überschlagen sich. Politiker*innen und Wissenschaftler*innen werben mit emotionalen Statements dafür, dem Planeten die überlebensnotwendige Atempause zu verschaffen ...

Der australische Autor Finegan Kruckemeyer zeichnet in »Der lange Schlaf« eine globale Dystopie. Figuren von verschiedenen Kontinenten bestreiten in drei Phasen – vor, während und nach dem Langen Schlaf – ihr Leben in Zeiten der Klimakatastrophe. Wer wird am Ende des Experiments noch am Leben sein? Ist das Leben einer 23-Jährigen mehr wert, als das eines 70-Jährigen? Wie sähe eine Welt aus, in der das Leben der Menschen stillsteht? Ist der Lange Schlaf die Rettung oder nur eine weitere technologische Allmachtsphantasie?

Pressestimmen

Hamburger Abendblatt

„Großer Applaus, Glieder strecken, Augen reiben – und Feierabend, raus, zurück zum vertrauten Kollaps.“

Die Welt

„Aus Bezügen zur Realität gewinnt das Stück Kraft. […] „Der lange Schlaf“ ist ein politisches Ereignis auf der Bühne. Anhand des Klima Lockdowns wird durchgespielt, wohin die Gesellschaft treibt. […] Es verzichtet auf die Theaterpredigt, deswegen macht das Stück – anders als der Kirchbesuch – unruhige Nächte.“

NDR Kultur

„Philipp Stölzl bekommt diesen märchenhaften, episodischen und dabei so düsteren Dreiakter insgesamt gut in den Griff. Er inszeniert fast filmisch, mit einem starken Soundtrack: Tristan Breitenbach am Klavier und das Streichquartett sind klasse. Auch das divers besetzte Ensemble spielt stark. Wohltuend, dass der Regisseur es auch die komischen Momente auskosten lässt, denn eigentlich gibt es nichts zu lachen: "Es ist an der Zeit, dass wir uns in Nichts entwickeln."“

FAZ

„Lina Beckmann und Mehmet Ateşçi zeigen mit hinreißender Zartheit und hybrider Gewalt, wie die beiden nach einsamen Momenten wieder zu kommunizieren wagen und in einer Zeit des Stillstands von Vergangenheit und Gegenwart sprechen. […] Thematisch aktuell und aufrüttelnd, glänzend gespielt und ein kollektiv herausfordernder Denkanstoß“.

Die Zeit

„Jubel. Das Hamburger Publikum klingt wie neugeboren.“