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Medea in Kolchis

Die Argonauten. Iason. Medea.

FREMDE SONNE / Eine Serie in sechs Folgen von Roland Schimmelpfennig / Folge iv.
Regie: Karin Beier
Premiere am 27/09/2026
SchauSpielHaus
Die Collage zeigt eine Figur, die viele Muskeln und wenig Kleidung hat. Auf dem Kopf thronen zwei Hörner und wuschelige Haare, das Gesicht hat etwas Animalisches und schaut grimmig. In der einen Hand trägt die Gestalt eine große Doppelaxt. Der Hintergrund ist grün, darauf erkennt man explosionsartige Grafiken in rot und gelb.
Die Collage zeigt eine Figur, die viele Muskeln und wenig Kleidung hat. Auf dem Kopf thronen zwei Hörner und wuschelige Haare, das Gesicht hat etwas Animalisches und schaut grimmig. In der einen Hand trägt die Gestalt eine große Doppelaxt. Der Hintergrund ist grün, darauf erkennt man explosionsartige Grafiken in rot und gelb.

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iv. Medea in Kolchis: Eine Rekonstruktion

Vier Menschen sitzen beieinander. Vieles deutet darauf hin, dass sie sich in einer Art Therapiesitzung befinden oder in einer Psychiatrie. Es könnte aber genauso gut das Jenseits sein, eine Unterwelt wie die des Hades. Unter den vier Menschen befindet sich einer, der seit langem tot ist, Absyrtos, der Bruder der Medea, während die anderen – Iason, Medea, Aietes – noch am Leben sind. Eine Begegnung der Lebenden, Untoten und Toten, die so niemals stattgefunden haben kann. Roland Schimmelpfennig ersinnt eine Art Erinnerungsraum, in dem die vier mühsam eine gemeinsame Version der Geschichte zu „rekonstruieren“ suchen. Wir folgen ihnen nach Kolchis, um zu erfahren, was genau da mals dort geschehen ist. Medea hat Iason zum Goldenen Vlies verholfen, so viel steht fest. Aber aus welchem Grund? War es Liebe oder Berechnung? Und wer hat nun ihren Bruder Absyrtos zerstückelt, um den Vater Aietes an der Verfolgung zu hindern? Ausgangspunkt des Textes ist eine Retrospektive und die Frage nach der Macht der Narration, die die Wirklichkeit rückwirkend scheinbar zu korrigieren vermag.