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Laios

ANTHROPOLIS II

von Roland Schimmelpfennig
Regie: Karin Beier
Uraufführung am / 29/09/2023
SchauSpielHaus
1 Stunde
30 Minuten
Keine Pause
Laios / Thomas Aurin
Laios / Monika Rittershaus
Laios / Monika Rittershaus
Laios / Monika Rittershaus
Laios / Monika Rittershaus
Laios / Monika Rittershaus
Laios / Monika Rittershaus
Laios / Monika Rittershaus
Laios / Monika Rittershaus
Laios / Monika Rittershaus
Laios / Monika Rittershaus
Laios / Monika Rittershaus
Laios / Monika Rittershaus
Laios / Monika Rittershaus
Laios / Monika Rittershaus

Keine aktuellen Termine

In Theben hebt nach dem Ende des Pentheus und der Machtübernahme durch Labdakos, einem weiteren Enkel von Kadmos, eine Zeit voller Gewaltexzesse an. Schließlich wird Laios, der Sohn des Labdakos, aus dem Exil zurückgeholt und inthronisiert. Doch kommt er nicht allein, der junge Chrysippos aus Pisa begleitet ihn. Ist er der Grund für die Kinderlosigkeit des neuen Königspaares Laios und Iokaste oder ist es doch der Orakelspruch der Seherin Pythia? Schon taucht die nächste Kreatur vor den Toren der Stadt auf: die Sphinx, ein Tierwesen aus Löwe, Frau und Vogel, das die  Stadt singend und rätselhaft in den mörderischen Wahnsinn treibt. In einem hochpoetischen und multiperspektivischen Monolog, der die verschiedenen Charaktere und Mythenvarianten über den Vater des Ödipus zu Wort kommen lässt, geht die Inszenierung der Frage nach, was das Paar Laios und Iokaste trotz des religiösen Verbotes dazu bewogen haben könnte, einen Nachkommen zu zeugen. Wie viel Verantwortung tragen die Eltern am Schicksal ihres Kindes Ödipus, das sie gleich nach der Geburt im Gebirge verschwinden lassen wollten? Wie viel Schuld wird von Generation zu Generation weitervererbt und wie viel Freiheit bleibt dem einzelnen, sich daraus wieder zu befreien?

Eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2024, dem Heidelberger Stückemarkt 2024 und den Mülheimer Theatertagen 2024.

Einladungen:

Pressestimmen:

FAZ

„Lina Beckmann ist vielleicht die variantenreichste Theaterschauspielerin unserer Gegenwart, mit einem schier unerschöpflichen Repertoire an Gesten, Haltungen und Pointen. […] Wenn sie zum Schluss als Sphinx im blauen Ballkleid auf einem Quadertürmchen steht und mit triumphierendem Entsetzen nach vorn schaut, auf das, was bald an jener „engen Weggabelung“ geschehen wird, dann erscheint sie nicht nur als Richterin über eine mythisch entrückte Welt, sondern auch über unser aktuelles Gegenwartstheater: So grandios kann es nämlich gehen – wenn Regie, Dramatik und Szenographie sich zusammentun, um einer genialischen Spielernatur die größtmögliche Bühne zu bieten.“

Hamburger Abendblatt

„Was für eine Strecke diese Schauspielerin in diesen 90 Minuten gegangen ist. […] zunächst bricht ein Begeisterungssturm los, wie ihn das Schauspielhaus (oder irgendein anderes Hamburger Theater) so auch nicht alle Tage erlebt. Minutenlang wird Lina Beckmann – und mit ihr die Regisseurin und der Autor, vor allem aber doch die Extremschauspielerin – mit Standing Ovations gefeiert. Ein sensationeller Abend. Ein Ereignis. Fortsetzung folgt.“

NDR Kultur

„Es ist ein Geschenk, ja, ein Wunder zu erleben, wie (Lina Beckmann) scheinbar mit Leichtigkeit Höhen und Tiefen der Tragödie durchmisst, wie sie ihren Körper einsetzt, wie diese Schauspielerin allein durch einen Blick die Geschichte immer wieder bricht, fragt: "Ist das nicht Irrsinn, geht das überhaupt?" Am Ende der Vorstellung tost ohrenbetäubender Beifall, keine und keinen hält es auf dem Sitz: Alle stehen im Saal.“

Die Welt

„Lina Beckmann spielt sich hoch konzentriert durch sämtliche Rollen, vom König von Theben über Iokaste bis zu einer großartigen, verrauchten Pythia. Beckmann spielt auch den Chor selbst, den sie hier in Gestalt von fünf Masken auf Stangen auf die Bühne gestellt hat. Die blitzschnellen Wechsel zwischen den Rollen, die klare Charakterisierung durch einfache, strukturierende, wiederkehrende Gesten, Haltungen, Gänge, Sprechweisen, Blicke – das ist intensive, feinste Schauspielkunst und Hochleistungssport zugleich. Zum Schluss steht das ganze Publikum – wie auf Kommando – gleichzeitig auf und spendet Beckmann dankbar stürmischen Applaus."

nachtkritik.de

„Karin Beiers Inszenierung nimmt (das Publikum) an der Hand und führt einen durch eine so scharfsinnige wie politische Deutung des antiken Mythos’. In zwei Wochen folgt Teil drei, "Ödipus", und natürlich will man jetzt wissen, wie es weitergeht.“

dpa

„Die Schauspielerin Lina Beckmann brilliert in der Uraufführung von "Laios" im Schauspielhaus mit einem großen Solo. […] In der konzentrierten Regie von Karin Beier auf Basis eines Textes von Roland Schimmelpfennig liefert Beckmann auf weitgehend leerer Bühne einen mehrstimmigen Monolog ab.“

Spiegel online

„Der monumentale Klassikerkrawall, den das Duo Beier und Schimmelpfennig da angerichtet hat, ist aus ziemlich konventionellen Theatermitteln zusammengebaut. Aber er ist berührend, intelligent, manchmal auf sympathische Weise irre – und ein großes Vergnügen.“

Sehen Sie alle Teile von ANTHROPOLIS

Prolog / Dionysos

ANTHROPOLIS I

Prolog/Dionysos / Monika Rittershaus
von Euripides/Roland Schimmelpfennig
Regie: Karin Beier

Ödipus

ANTHROPOLIS III

Ödipus / Monika Rittershaus
von Sophokles/Roland Schimmelpfennig
Regie: Karin Beier

Iokaste

ANTHROPOLIS IV

Iokaste / Thomas Aurin
von Roland Schimmelpfennig/ Euripides/
Aischylos / Regie: Karin Beier

Antigone

ANTHROPOLIS V

Antigone / Thomas Aurin
von Sophokles/ Roland Schimmelpfennig
Regie: Karin Beier